14.08.2011  17:53 Uhr

40 Jahre EKS
EKS® · Geheimtipp unter den Strategielehren

Südwestfalen. Bereits Ende der 60er Jahre entwickelte Prof. Wolfgang Mewes mit der EKS® eine Strategie, die in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vielen Unternehmen zur Marktführerschaft oder sogar zu einer Spitzenposition auf dem Weltmarkt verholfen hat. Anders als in vielen anderen Strategiemodellen liegt das unternehmerische Ziel bei der EKS® nicht in der Gewinnmaximierung, sondern darin, für die Zielgruppe den größtmöglichen Nutzen zu schaffen.

Mewes hatte erkannt, dass der finanzielle Erfolg und die mittel- bis langfristige Marktführung im jeweiligen Segment die logische Folge sind. Aus seinen Erkenntnissen resultierten tausende von Erfolgsbeispielen, allein der von Wolfgang Mewes entwickelte EKS®-Lehrgang wurde mehr als 10.000 Mal verkauft. 

Für uns Grund genug, den außergewöhnlichen Erfolg der „Engpass-konzentrierten Strategie“ einmal genau zu hinterfragen. Hierzu haben wir uns mit der führenden Expertin für die EKS®, Frau Dr. Kerstin Friedrich unterhalten.

business-on: Die EKS® ist seit über 40 Jahren eine der erfolgreichsten Strategien für die Unternehmensentwicklung. Wie erklären Sie sich diesen lang anhaltenden Erfolg und was macht die EKS® so besonders?

Dr. Kerstin Friedrich:  Das besondere an der EKS® ist ihre Fundierung auf evolutionären Gesetzmäßigkeiten.  Wie der Begriff „Evolution“ schon sagt, stecken millionen Jahre alte Prinzipien und Naturgesetze hinter dieser Strategie ; und diese werden auch in Zukunft Bestand haben.

business-on: Spricht man von der EKS®, werden immer wieder Unternehmen wie OBI, Würth oder Kärcher als Beispiele für die Wirksamkeit dieser nachhaltigen Strategie herangezogen. Gibt es auch Beispiele aus neuerer Zeit, vielleicht sogar aus Ihrer eigenen Praxis?

Dr. Kerstin Friedrich: Einer der Shooting-Stars der neueren Zeit ist sicherlich das Franchisesystem Town & Country; das innerhalb von nur 15 Jahren in einer Krisenbranche – dem Einfamilienhaus-Bau – mit Hilfe der EKS® Marktführer geworden ist. Viele erfolgreiche EKS®-Anwender sind allerdings sogenannte Hidden Champions; also Unternehmen die selten in den Schlagzeilen stehen und eher unbekannt sind. 

Viele Spezialisten sind nicht wirklich spezialisiert

business-on: Ist die EKS® nur etwas für große Unternehmen, oder können auch kleine Unternehmen oder gar Einzelunternehmer von einer Spezialisierung durch die EKS® profitieren?

Dr. Kerstin Friedrich: EKS® ist eine Strategie, die ganz besonders leicht von kleinen Unternehmen angewendet werden kann, denn sie erfordert mitunter sehr radikale Veränderungen. Kleinere Unternehmen vollziehen so einen Wandel in der Regel leichter und schneller; sie sind beweglicher als Konzerne. Auch wenn ein Unternehmer an der Spitze steht ist das für die EKS®-Umsetzung förderlich; denn diese sind eher bereit für einen Strategiewechsel die Verantwortung zu übernehmen als ein bezahlter Manager, dessen Erfolg  in aller Regel nach klassischen Erfolgkriterien wie dem Gewinn gemessen wird.  

business-on: Bei der EKS® geht es um Spezialisierung, je spezieller desto besser. Ist denn heute nicht ohnehin jedes Unternehmen spezialisiert oder versteht die EKS® unter Spezialisierung noch etwas ganz anderes?

Dr. Kerstin Friedrich: Auch wenn Unternehmen heute so wirken, als seien sie spezialisiert, sind sie es bei Licht betrachtet nicht wirklich.  Die meisten Unternehmen tun das, was ihren Kernkompetenzen entspricht; das ist jedoch ein himmelweiter Unterschied zu einer Spezialisierung. Einen Augenoptiker beispielsweise würde  man landläufig als Spezialisten bezeichnen. Im EKS®-Sinne ist er dann ein Spezialist, wenn er sich auf eine konkrete Zielgruppe oder ein konkretes Problem spezialisiert hat. Solch ein Spezialist ist der Optiker Martin Mütsch in Landau  - er ist auf die augenoptische Versorgung von Schlaganfall- und Hirntrauma-Patienten spezialisiert und hat Patienten die aus der ganzen Bundesrepublik kommen.  


 
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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © StrategieCentrum Südwestfalen



 


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