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Elektromobilität

Hamburg erhält Fördermittel für Busbetriebshöfe

Der Bund unterstützt zwei Pilotprojekte in der Hansestadt zur Umstellung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf Elektromobilität. Die Fördersumme beträgt insgesamt 8,6 Millionen Euro.

Mithilfe der Fördermittel soll nach Mitteilung der Wirtschaftsbehörde Hamburg erstmals ein Konzept zur systematischen Umsetzung von Ladeinfrastruktur für komplette Busbetriebshöfe erarbeitet werden. Projektpartner sind die Hamburger Hochbahn AG, die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) und die Helmut-Schmidt-Universität.

Von der Gesamtzuwendung in Höhe von rund 8,6 Millionen Euro fließen rund 6,4 Millionen Euro an die Hochbahn für die Energieversorgung und die Ladeinfrastruktur des ersten von sechs Carports auf den Busbetriebshof Gleisdreieck. Die VHH, nach eigenen Angaben Norddeutschlands zweitgrößtes Busunternehmen, erhalten 1,8 Millionen Euro für die Ausrüstung des Busbetriebshofs Bergedorf. Die Helmut-Schmidt-Universität bekommt 400.000 Euro für die wissenschaftliche Begleitforschung. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie des Bundes (MKS).

Hamburg bundesweit Vorreiter

Die Projekte sollen die Basis für die weitere systematische Umsetzung der Ladeinfrastruktur auf den Busbetriebshöfen Gleisdreieck (Hochbahn) und Bergedorf (VHH) bilden. Eine Ausrüstung dieser Größenordnung sei in Deutschland derzeit einmalig und noch ohne Beispiel, so die Wirtschaftsbehörde. „Ziel und Fördervoraussetzung ist, dass die Ergebnisse übertragbare Lösungen auch für andere Verkehrsunternehmen in Deutschland aufzeigen“, heißt es in der Mitteilung.

Hamburgs Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof: „Wir werden die Elektromobilität in Hamburg weiter ausbauen und stärken. Durch die Innovation und den großflächigen Einsatz emissionsfreier Busse schreiten wir deutschlandweit voran.“

Ab 2020 werden die beiden städtischen Unternehmen Hochbahn und VHH ausschließlich emissionsfreie Busse anschaffen und ihre Flotte von rund 1.500 Bussen schrittweise komplett umstellen. Dafür müssen alle Busbetriebshöfe komplett für die Anforderungen des elektrischen Antriebs ausgerüstet werden. Hierzu gehört auch die Ladeinfrastruktur für die neuen Busse.

Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 24,4 Millionen Euro. Abzüglich der Förderung betragen die Projektkosten 15,7 Millionen Euro, von denen die Hochbahn 12 Millionen Euro und die VHH 3,7 Millionen Euro trägt. Das Projekt läuft bis Ende 2019.

(Redaktion / Wirtschaftsbehörde Hamburg)


 


 

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