Sie sind hier: Startseite Hamburg Recht & Steuern
Weitere Artikel
Elektronische Steuererklärung

15 Millionen Steuererklärungen wurden 2013 per Internet abgegeben

Immer mehr Bundesbürger entscheiden sich dafür, ihre Einkommensteuerklärungen über „Elster“ elektronisch abzugeben. Der Hightech-Verband Bitkom hat Tipps zum Umgang mit der elektronischen Steuererklärung zusammengestellt.

Im vergangenen Jahr wuchs die Zahl der Online-Einkommensteuerklärungen auf 15,2 Millionen. Das entspreche einem Anstieg um rund ein Viertel gegenüber dem Vorjahr, so der Hightech-Verband. „Die Anstrengungen der Finanzverwaltung, die Bundesbürger von der elektronischen Steuererklärung durch einfachere Bedienung und zusätzliche Features zu überzeugen, zeigen Wirkung“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Immer mehr Menschen erkennen die Vorteile einer elektronischen Steuererklärung für sich. Wir gehen davon aus, dass das Interesse an ‚Elster‘ weiter zunimmt“, so Rohleder.

Für die elektronische Steuererklärung stellt die Finanzverwaltung das kostenlose Programm „ElsterFormular“ zur Verfügung. Es ermögliche die Dateneingabe in ein elektronisches Steuerformular, die Übernahme von unveränderten Angaben aus dem Vorjahr, eine Probeberechnung der Steuererstattung bzw. Steuernachzahlung und die verschlüsselte Übertragung der Steuererklärung an die Finanzverwaltung über das Internet. Vor Übertragung führe die Software eine Plausibilitätsprüfung der Daten durch und weise den Steuerzahler auf widersprüchliche Eingaben hin. Ein weiterer Vorteil der Abwicklung auf elektronischem Weg sei die kürzere Wartezeit; denn elektronische Steuererklärungen würden von den Finanzämtern bevorzugt bearbeitet. ElsterFormular gebe allerdings keine gezielten Hinweise, wie man Steuern sparen könne, und sei deshalb kein Ersatz für eine professionelle Steuerberatungssoftware kommerzieller Anbieter oder für die fachkundige Unterstützung eines steuerlichen Beraters.

Die allgemeine Abgabefrist für Einkommensteuererklärungen 2013 endet am 31. Mai 2014. Wer allerdings einen Steuerberater beauftragt, hat noch sieben Monate länger Zeit.

Tipps zur Nutzung des Programms „ElsterFormular“

Für die Abgabe der Steuererklärung per Internet stellt die Finanzverwaltung die kostenlose Software „ElsterFormular“ zur Verfügung. Das Programm enthält die elektronischen Steuerformulare und eine Funktion zum Versenden der Steuererklärung. ElsterFormular steht auf der Website www.elster.de als Download bereit. Die Elster-Komponenten zur elektronischen Erklärungsabgabe seien aber regelmäßig auch in kommerzieller Steuer-Software enthalten, so der Hightech-Verband. Er empfiehlt, darauf zu achten, jeweils die aktuellste Version der Software zu nutzen. Denn zum einen ändere sich das Steuerrecht von Jahr zu Jahr, zum anderen werde das Programm für die Datenübermittlung ständig überarbeitet, so dass ältere Versionen möglicherweise nicht einwandfrei funktionierten.

Ausfüllen der Steuererklärung: Bei der elektronischen Steuererklärung gibt man die steuerlichen Daten am Bildschirm in Masken ein, die den herkömmlichen Steuerformularen auf Papier entsprechen. Allerdings werde diese Form beim Ausdruck der Erklärung nach Beendigung der Eingaben nicht beibehalten. Dies erschwere dem Anwender die Überprüfung seiner Eingaben. Auch sei die Bearbeitung am Computer etwas mühseliger und unübersichtlicher, weil am Bildschirm jeweils nur ein Ausschnitt eines Formulars angezeigt werden könne. Die Software der Finanzverwaltung gibt Erläuterungen beim Ausfüllen der Datenfelder und macht darauf aufmerksam, wenn Eingaben fehlen. Sie gibt aber keine Tipps, wie Steuern gespart werden können. Beim Ausfüllen der elektronischen Steuererklärung sollte der Anwender sorgfältig vorgehen, die vom Programm gegebenen Erläuterungen beachten und alle in den Formularen gestellte Fragen beantworten. Denn wer grob fahrlässig für ihn günstige Eintragungen bei Elster vergesse, könne dies später nur noch eingeschränkt korrigieren lassen. Irrtümer und kleinere Fehler könnten dem Steuerpflichtigen aber nicht zum Nachteil gereichen.

Erstmals vorausgefüllte Steuererklärung: Ab 2014 unterstützt die Finanzverwaltung die Steuerpflichtigen mit vorausgefüllten Steuererklärungen. Steuerpflichtige könnten dann in die Daten Einblick nehmen, die das Finanzamt über sie gespeichert hat. Insbesondere werden solche Daten abrufbar sein, die Dritte für den Steuerpflichtigen übermittelt haben (etwa Ertragsbescheinigungen von Kreditinstituten, elektronische Spendenbescheinigungen). Um seine Daten einsehen zu können, müsse sich der Steuerpflichtige im ElsterOnlinePortal anmelden und authentifizieren. Darüber hinaus könne der Steuerpflichtige mit einer entsprechenden Vollmacht auch Dritte (wie seinen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein) bevollmächtigen, für ihn seine Daten einzusehen und bei der Erstellung der Steuererklärung zu verwenden.

Übermittlung der Daten: Die Daten werden von ElsterFormular verschlüsselt und mit Hilfe einer gesicherten Internetverbindung übertragen. Für die notwendige Authentifizierung des Antragstellers gibt es zwei Wege. Erstens: Per Unterschrift und Post. Nach der elektronischen Übermittlung der Daten mit ElsterFormular druckt der Anwender die „Komprimierte Steuererklärung“ aus. Diesen Ausdruck sendet er unterschrieben an das zuständige Finanzamt. Der zweite Weg ist das elektronische Zertifikat, mit dem die Steuererklärung papierlos und ohne Unterschrift abgegeben werden kann. Das persönliche Zertifikat gibt es kostenlos unter www.elsteronline.de. Hierfür ist neben den persönlichen Daten nur die Eingabe der Steuernummer erforderlich.

Das Web-Angebot ElsterOnline: Ohne die Installation eines Programms kann inzwischen auch über das Web-Portal ElsterOnline eine elektronische Steuererklärung abgegeben werden. Dazu ist eine Registrierung erforderlich. Laut Bitkom müssen die Steuerpflichtigen Belege nur dann beim Finanzamt einreichen, wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Das sei zum Beispiel bei Spendenbescheinigungen der Fall. Sämtliche Belege müssten aber für eventuelle Rückfragen des Finanzamtes bereitgehalten werden.

(Redaktion)


 


 

Komprimierte Steuererklärung
ElsterFormular
Steuerpflichtige
Einkommensteuererklärungen
elektonische Steuererklärung
ElsterFormular
Tipps
Steuerberater
Hightech-Verband Bitkom

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Komprimierte Steuererklärung" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: