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Energie-Campus Hamburg-Bergedorf

Grundsteinlegung: „Silicon Valley für Erneuerbare Energien“

Am Montag wurde der Grundstein für das „Technologiezentrum Energie-Campus Hamburg-Bergedorf“ gelegt. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz bezeichnete dieses Ereignis als „wichtigen Tag für Hamburg und die Hamburger Wirtschaft“ und sprach von einem „Silicon Valley für Erneuerbare Energien“. Die Stadt unterstützt das 7,5-Millionen-Euro-Projekt mit rund 3,9 Millionen Euro.

Mit dem Technologiezentrum soll eine Forschungseinrichtung mit einem Windlabor sowie einem Labor für intelligente Stromnetze entstehen, die der angewandten Forschung sowie der Ausbildung und Qualifizierung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg (HAW) dienen. Beide Labore würden vollständig in den Lehr- und Forschungsbetrieb der Hochschule integriert, hieß es. Der Energie-Campus solle zukünftig die Ansiedlung von Unternehmen der Erneuerbaren-Energien-Branche fördern – insbesondere der Windbranche – indem Potenziale für Forschung, technologische Innovationen und Management erschlossen würden.

Forschung und Innovation in diesem Bereich seien unabdingbar, um international wettbewerbsfähig zu bleiben, betonte Scholz bei der Grundsteinlegung. Hamburg gehe mit dem Energie-Campus einen weiteren Schritt in Richtung „führender Standort für die Erneuerbare Energien-Branche“, und als Wissenschafts- und Forschungsstandort in diesem Feld.

Scholz sagte, der Energie-Campus werde als Wachstumsfaktor für Zukunftstechnologien den Aufbau und die Sicherung von Arbeitsplätzen fördern und die Attraktivität für Investitionen in Erneuerbare Energien steigern. Er betonte, Hamburg unterstütze das 7,5-Millionen-Euro-Projekt mit rund 3,9 Millionen Euro. Die Restsumme von 3,6 Millionen stamme aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Neben der Forschung soll der Campus nach Worten des Bürgermeisters „die Ansiedlung von Unternehmen in der Branche unterstützen, mit ihnen im Bereich der Erneuerbaren Energien kooperieren und dabei helfen, aus Innovationen marktfähige Produkte zu machen“.

Scholz wies auf den Konsens in der Gesellschaft hin, schnellstmöglich zu einer Energieversorgung ohne Atomkraftnutzung und mit immer weniger Einsatz fossiler Brennstoffe zu erreichen. Der Ausbau der regenerativen müsse forciert werden. Norddeutschland habe dabei eine tragende Rolle zu spielen – „und wenn nötig, muss Norddeutschland sich diese Rolle neu erkämpfen“.

Hamburgs Erster Bürgermeister warnte davor, zukunftsweisende Technologien Partikularinteressen zu opfern. Es wäre schlecht, wenn „zum Beispiel der Ausbau der Stromtrassen stockt, mit denen Windstrom aus dem Norden nach Süden transportiert werden soll, um den dort künftig fehlenden Atomstrom zu ersetzen“. Ohne leistungsfähige Stromtrassen sei die Energiewende nicht zu bewältigen. „Sicherer und bezahlbarer Strom ist nur mit einer gemeinschaftlichen, gesamtdeutschen Anstrengung zu gewährleisten“, sagte Scholz.

(Redaktion)


 


 

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