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Energieversorger LichtBlick

Laufzeitverlängerung: Nicht Brücke, sondern Bremse

Deutschlands größter unabhängiger Energieversorger LichtBlick kritisiert die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Laufzeiten für Atomkraftwerke um 10 bis 15 Jahre zu verlängern.

Dazu erklärt der LichtBlick-Vorstandsvorsitzende Dr. Christian Friege:

"Die Brücke in das regenerative Zeitalter ist längst errichtet. Längere Laufzeiten bremsen dringend erforderliche Investitionen in alternative Energien. Das ist ein herber Rückschlag für Klimaschutz und Wettbewerb. Atomkraft ist keine Brücke, sondern eine Bremse."

LichtBlick verweist darauf, dass Atom- und Ökostrom auf Dauer nicht in ein Stromsystem zu integrieren sind und warnt vor einem wirtschaftlichen Konflikt zwischen alter und neuer Energie. Der Grund: Atommeiler sind nicht flexibel genug, um auf die wetterbedingt schwankende Erzeugung von Windstrom reagieren zu können. Da Ökostrom in Zukunft immer öfter die Stromnachfrage komplett deckt, kommt es zu tausenden spontanen AKW-Abschaltungen und Produktionsausfällen in Milliardenhöhe für die Betreiber. Aus Sicht der Atomkonzerne lassen sich diese Verluste nur verhindern, wenn der Ausbau der erneuerbaren Energien massiv gebremst wird. Dies geht aus einer von LichtBlick vorgelegten Studie der Universität Flensburg hervor.

Der LichtBlick-Chef fordert die Bundesregierung auf, am Atomausstieg festzuhalten: "Wir brauchen nicht mehr Atomstrom, sondern bessere Stromnetze, mehr Speicher und flexible Kraftwerke, die schwankende erneuerbare Energien gezielt ausgleichen."

(Lichtblick AG)


 


 

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