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Protestkundgebung

ERGO-Belegschaften formieren sich gegen Personalabbau

Im Rahmen einer gemeinsamen Betriebsversammlung am 20. Oktober werden alle Betriebsräte am ERGO-Standort Hamburg ihre Belegschaften umfassend über die Verhandlungen zum beabsichtigten Personalabbau informieren.

Vertreten sind in der Versammlung, die ab 14 Uhr im Direktionsgebäude der Hamburg-Mannheimer Vers. AG (HM) beginnt und etwa 2 Stunden dauern wird, die Betriebsräte und Belegschaften der ERGO- Töchter HM, Victoria, DKV, D.A.S. und der IT-Tochter ITERGO.

„So eine gemeinsame Betriebsversammlung hat es am Standort zuvor nicht gegeben. Damit bringen alle Beteiligten zum Ausdruck, auf die gemeinsame Bedrohungssituation durch den ERGO-Vorstand mit Geschlossenheit und Widerstand zu reagieren“, sagt Jörg Peppernick, Vorsitzender des Betriebsrats des größten Betriebs, der HM Hamburg. „Der ERGO-Vorstand plant für unseren Standort einen Personalabbau in nie gekanntem Umfang.“

Mit der Versammlung und der im Anschluss vor der Tür des Gebäudes am Überseering stattfindenden Protestkundgebung führen Betriebsräte und die Gewerkschaft ver.di die nächsten Aktionen durch, um den Druck auf ERGO-Chef Dr. Torsten Oletzky zu erhöhen und sich der vor Monatsfrist ausgerufenen „Initiative aller Betriebsräte des ERGO-Konzerns für einen gemeinsamen Kurs zur Stärkung der ERGO“ anzuschließen.

Bereits in den vergangenen Wochen haben insgesamt über 2.000 Beschäftigte vor den Zentralen der HM in Hamburg, Victoria/ERGO in Düsseldorf und der DKV in Köln protestiert. Kerninhalte dieser Initiative sind die Vereinbarung von Kündigungs- und Outsourcingverzichten sowie die Verabredung einer Wachstums-, Qualifizierungs- und Nachwuchsoffensive.

„Der ERGO-Vorstand muss darüber hinaus bereit sein, sowohl über die Höhe des Personalabbaus als auch die dafür vorgesehene Zeitstrecke ergebnisoffen zu verhandeln“, fordert Marco Nörenberg, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der ERGO Versicherungsgruppe. Oletzky hatte angekündigt, bis Ende nächsten Jahres rund 2000 Arbeitsplätze zu streichen, nötigenfalls will er dafür Kündigungen aussprechen. „Diese gemeinsamen Betriebsversammlungen finden am Montag nicht nur in Hamburg, sondern bundesweit statt. Die gesamte Konzernbelegschaft bringt damit zum Ausdruck, dass es Zeit für einen grundlegenden Kurswechsel ist“, so Nörenberg.

An den Versammlungen werden insgesamt über 10.000 Menschen teilnehmen.

Quelle: ver.di

(Redaktion)


 


 

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