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Marion Gräfin Dönhoff

Erstprägung der 10 Euro-Silbergedenkmünze

Finanzsenator Dr. Michael Freytag hat heute bei einem Besuch der Hamburgischen Münze gemeinsam mit Dr. Theo Sommer (DIE ZEIT) und Prof. Dr. Michael Göring (ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius) die Erstprägung der aus Anlass des 100. Geburtstages von Marion Gräfin Dönhoff im November 2009 erscheinenden 10 Euro-Silbergedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland vorgenommen.

Dr. Marion Gräfin Dönhoff, deutsche Journalistin, Autorin und Herausgeberin der ZEIT wurde am 2. Dezember 1909 in Friedrichstein/Ostpreußen geboren und verstarb am 11. März 2002 auf Schloss Crottorf in Friesenhagen. Sie wurde als die einflussreichste Journalistin der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet, die jahrzehntelang die politische Debatte prägte.

Die Bundesregierung hat den 100. Geburtstag von Marion Gräfin Dönhoff zum Anlass genommen, eine 10 Euro-Silbergedenkmünze herauszugeben, die in der Hamburgischen Münze geprägt und im November 2009 ausgegeben werden wird.Die Münze wird ein von dem renommierten Berliner Kunstprofessor und Bildhauer Christian Höpfner gestaltetes Kopfprofil von Marion Gräfin Dönhoff tragen. Die scharf geschnittene Silhouette erinnert nach Auffassung des mit der Auswahl beauftragten Preisgerichts sowohl an die alte als auch an die junge Gräfin. Das Modell spiegelt die Strenge und Konsequenz, aber auch die fast durchsichtige Zartheit ihrer Person. Ein für Marion Dönhoff typischer Moment sei erfasst, in dem konzentriertes Zuhören und der Wille, etwas zu sagen und einzugreifen in der Balance seien. Die Randinschrift der Münze trägt das Zitat „LIEBEN OHNE ZU BESITZEN“ aus Dönhoffs Buch „Kindheit in Ostpreußen“ aus dem Jahr 1988. Darin heißt es: „Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der höchste Grad der Liebe zur Heimat dadurch dokumentiert wird, dass man sich in Hass verrennt gegen diejenigen, die sie in Besitz genommen haben, und dass man jene verleumdet, die einer Versöhnung zustimmen… Vielleicht ist dies der höchste Grad der Liebe: zu lieben ohne zu besitzen.“

Die 10 Euro-Gedenkmünze besteht aus Sterlingsilber (925/1000), ist 18 g schwer und hat einen Durchmesser von 32,5 mm. Sie wird in einer Auflage von bis zu 1,8 Millionen Stück, davon bis zu 0,3 Millionen Stück in der Prägequalität „Spiegelglanz“ hergestellt.

Die Hamburgische Münze ist Deutschlands älteste noch bestehende Prägestätte. Die erste Münzherstellung lässt sich bis in das Jahr 834 zurückverfolgen. Im Jahr 1189 verlieh Kaiser Friedrich Barbarossa der Stadt Hamburg offiziell das kaiserliche Münzrecht.

Heute ist die Hamburgische Münze in erster Linie für die Produktion des Umlaufgeldes, also der Euro- bzw. Cent-Münzen zuständig. Zu erkennen sind die Münzen aus Hamburg am Prägezeichen „J“.

Finanzbehörde

(Redaktion)


 


 

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