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Existenzgründung

Soziale Absicherung für Unternehmer

Für Existenzgründer sind nur die Kranken- und Pflegeversicherung eine gesetzlich geregelte Pflicht. Die weitere soziale Absicherung ist für Selbstständige und Unternehmer jedoch auch freiwillig möglich.

Gesetzliche Krankenversicherung
Als Unternehmer zählen Existenzgründer nicht mehr zu den gesetzlich Sozialversicherten. Sie können frei wählen, ob sie als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. Beitragsgrundlage sind in diesem Fall die tatsächlichen Einkünfte des Gründers. Bis zur Vorlage des ersten Einkommensteuerbescheids wird die Beitragsbemessungsgrundlage herangezogen. Diese liegt 2013 bei monatlich 3.937,50 Euro. Wenn der Versicherte niedrigere Einkünfte nachweist (§ 18 Abs. 1 SGB IV) und für Existenzgründer, die einen Gründungszuschuss der Arbeitsagentur (§§ 93, 94 SGB III) beziehen, ermäßigt sich die Bemessungsgrundlage.

Private Krankenversicherung und Pflegeversicherung
Existenzgründer können sich auch privat krankenversichern. In diesem Fall richten sich die monatlichen Beiträge nach dem Umfang der vereinbarten Versicherungsleistungen. Die Wahl zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung gilt auch für die Pflegeversicherung. Die jeweilige Krankenversicherung zieht die gesetzlichen Beiträge zur Pflegeversicherung ein.

Rentenversicherung
Für Existenzgründer besteht prinzipiell keine Versicherungspflicht in der Rentenversicherung. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich freiwillig zu versichern. Umfang und Beiträge der Versicherung legt der Unternehmer mit seinem Antrag fest (§ 4 Abs. 2 SGB VI). Rentenversicherungspflichtig sind dagegen zum Beispiel Lehrer, Pflegepersonal, Künstler und Handwerker, für die § 2 SGB VI die Mitgliedschaft festlegt.

Unfallversicherung
Bei der gesetzlichen Unfallversicherung entscheidet die Satzung der jeweiligen Berufsgenossenschaft (BG) darüber, ob die Branche des Existenzgründers versicherungspflichtig ist. Die Meldung an die zuständige BG erfolgt automatisch mit der Anmeldung des Gewerbes. Die Beiträge berechnen sich auf Grundlage der individuellen Lohnsumme. Werden Mitarbeiter beschäftigt, wird das Unternehmen automatisch zum Pflichtmitglied. Auch bei der Unfallversicherung hat der Existenzgründer die Möglichkeit, sich freiwillig zu versichern.

Darüber hinaus können Existenzgründer eine freiwillige Arbeitslosenversicherung abschließen (wir berichteten).

Lesen Sie auch unseren Beitrag „Scheinselbstständigkeit: Flexibilität in Projekten – Freelancer sind oft nur scheinselbstständig“.

(Redaktion)


 


 

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