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  • 10.04.2014, 07:55 Uhr
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Fachkräftemangel

Berufliche Weiterbildung hilft Unternehmen

Die Suche nach Fachkräften wird für Unternehmen immer schwieriger. Dazu kommt der fehlende Nachwuchs, der aus der demografischen Entwicklung in Deutschland resultiert. Berufliche Weiterbildung kann Unternehmen bei diesen Problemen helfen.

Ein Großteil der Personal-Manager hält berufliche Weiterbildung für ein wichtiges Instrument für die Mitarbeiterbindung und weitere Aspekte der Personalentwicklung. Dies geht aus der aktuellen TNS Infratest-Studie "Weiterbildungstrends in Deutschland 2014" hervor, die im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt unter 301 Personalentscheidern in deutschen Unternehmen bereits zum sechsten Mal in Folge durchgeführt wurde. "Gefragt sind nachhaltige Strategien, die Mitarbeiter langfristig binden und sich positiv auf das Image als Arbeitgeber bzw. potenzieller Arbeitgeber auswirken. Wie die Studie zeigt, sehen Personaler hier die berufliche Fort- und Weiterbildung als eine tragende Säule in der Personalentwicklung", so Andreas Vollmer, Leiter Studienprogramm und Services bei der SGD.

Weiterbildung bindet Mitarbeiter

So halten 93 Prozent der befragten HR-Manager das Weiterbildungsangebot eines Unternehmens für die Mitarbeiterbindung für wichtig bis äußerst wichtig. "Gezielte Programme tragen dazu bei, Fachkräfte weiterzuentwickeln. Doch erst entsprechende Rahmenbedingungen während der Dauer einer Qualifizierung sowie mögliche Karriereschritte lassen Weiterbildung zu einem wirksamen Instrument für die Mitarbeiterbindung werden", erläutert Vollmer. Unternehmen haben in diesem Zusammenhang diverse Möglichkeiten, Weiterbildung zu fördern. Sie reichen von finanzieller Unterstützung über flexible Arbeitszeiten und freie Tage für Prüfungen und deren Vorbereitung bis hin zu motivierender Unterstützung durch einen Mentor.

Arbeitgeberimage steigt

Ebenfalls als wichtig bis äußerst wichtig bewerten die Befragten die Rolle der Weiterbildung in puncto Arbeitgeberimage (88 Prozent) sowie bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter (83 Prozent). "Unternehmen zeigen mit einem ansprechenden Aus- und Weiterbildungsangebot, dass sie die individuelle fachliche und persönliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter fördern und langfristige Karrierewege ermöglichen. Dies steigert die Attraktivität eines Arbeitgebers auch für potenzielle Bewerber", so Vollmer weiter.

business-on.de sprach mit Horst Harguth, Direktor der DAMK Düsseldorfer Akademie für Marketing-Kommunikation, über berufliche Weiterbildung.

bon: Herr Harguth, ihre Akademie führt seit fast 30 Jahren berufliche Weiterbildung durch. Wie wichtig ist Mitarbeiter-Weiterbildung für Unternehmen?

HH: Gerade in der Marketing-Branche, in der sich die DAMK bewegt, ist Weiterbildung ein essentieller Faktor, nicht nur für die Mitarbeiter selbst, sondern auch für Unternehmen und Agenturen. Gerade im Marketing gibt es rasante Entwicklungen. Denken Sie nur daran, was uns das Internet gebracht, zuletzt den Social-Media-Trend. Unternehmen brauchen gerade in der Kommunikation Mitarbeiter, die mit den aktuellsten Tools und Trends umgehen können, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern und nicht ins Hintertreffen zu geraten.

bon: Ist ein Arbeitgeber, der sich um die Weiterbildung seiner Mitarbeiter kümmert, ein attraktiverer Arbeitgeber?

HH: Ja, absolut. Ein Großteil unserer Studenten rekrutiert sich aus Unternehmen und Agenturen, die ihre Mitarbeiter zu uns schicken. Es ist doch eine Win-Win-Situation. Der Mitarbeiter tut etwas für seine Karriere und ist in der Lage, seinen Job besser und schneller zu machen – und wird dadurch allgemein attraktiver für den Arbeitsmarkt – und natürlich auch für seinen Arbeitgeber. Ein Arbeitgeber, der in seine Mitarbeiter investiert, wird sich auch bemühen, diese Investition möglichst lange im Unternehmen zu halten.

bon: Muss ein Arbeitgeber nicht befürchten, dass er seine Mitarbeiter hoch qualifiziert und sich diese dann nach anderen Jobs umsehen, die vielleicht besser bezahlt werden oder andere Chancen bieten?

HH: Eine gewisse Fluktuation lässt sich nie ausschließen, aber auch ohne statistische Erhebung kann ich aus langjähriger Erfahrung sagen, dass das eigentlich kein Problem ist. Zum einen können Unternehmen ihre Mitarbeiter für eine gewisse Zeit vertraglich an sich binden, aber entscheidend ist etwas anderes: Ein Unternehmen, das seinen Mitarbeitern Weiterbildungen ermöglicht oder sogar komplett finanziert, denkt an die Zukunft und nicht kurzfristig. Das wissen Mitarbeiter heute sehr zu schätzen. Berufliche Sicherheit ist für die meisten Menschen einer der wichtigsten Faktoren im Leben, und Arbeitnehmer registrieren sehr wohl, wenn man in sie investiert und wissen, dass das letztlich auch das Unternehmen stärkt. Und schließlich führt Weiterbildung ja auch im eigenen Unternehmen zum Aufstieg.

bon: Herr Harguth, vielen Dank für das Gespräch.

(ots / Redaktion)


 


 

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Andreas Vol

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