17.11.2011  16:25 Uhr
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Beruf & Karriere
Weiterbildung zum Fachwirt im Sozial und Gesundheitswesen

Hamburg. Wer jahrelang den gleichen Beruf ausübt, möchte irgendwann mehr Geld verdienen und auch mehr Verantwortung übernehmen. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, kann man sich mithilfe einer erfolgreichen Weiterbildung für eine höhere Position qualifizieren.

Voraussetzung ist natürlich, dass man bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat und über mindestens zwei Jahre Berufserfahrung verfügt oder anstelle der Ausbildung vier Jahre lang Berufspraxis gesammelt hat. Erfüllt man diese Kriterien, kann man sich beispielsweise zum Fachwirt im Sozial und Gesundheitswesen weiterbilden lassen. Um an den Prüfungen teilnehmen zu dürfen, müssen jedoch nicht nur die bereits genannten Kriterien erfüllt werden, sondern auch eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung im Sozial und Gesundheitswesen im kaufmännischen oder Verwaltungsbereich und eine mindestens zweijährige Berufspraxis im entsprechenden Bereich vorliegen. Andernfalls reicht auch eine Ausbildung in einem verwaltenden, kaufmännischen, pädagogischen, helfenden oder Pflegeberuf mit einer mindestens dreijährigen Berufspraxis oder eine mindestens fünfjährige Berufspraxis in einem Tätigkeitsbereich, der wesentliche inhaltliche Bezüge zum geplanten Ziel der Weiterbildung aufweist.

Die verschiedenen Themenschwerpunkte der Fortbildung

Sind alle Voraussetzung erfüllt, nehmen die Teilnehmer 18 Monate lang Themen wie Lern- und Arbeitsmethodik, Aspekte der Volks- und Betriebswirtschaft, Steuern und Recht, Unternehmensführung, Organisation und Führung, Rechnungswesen und Controlling, Kommunikation und Informationsmanagement und Personalwirtschaft durch, um nach der Weiterbildung die betriebswirtschaftliche Planung zu überwachen, Monats- und Jahresabrechnungen sowie Berichte zu erstellen, Entscheidungen zur Rentabilitätssicherung und Verbesserung auf betriebswirtschaftlicher Ebene vorzubereiten und QM-Maflnahmen durchzuführen. Weitere handlungsfeldspezifische Qualifikationen werden durch die Bereiche Sozial und Gesundheitsökonomie, rechtliche Bestimmungen, Marketing sowie Management im Sozial und Gesundheitswesen abgedeckt.

Die Karriereleiter steil nach oben klettern

Nach erfolgreichem Abschluss der beiden Prüfungsteile entscheidet die zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK) über die Erfüllung der Zulassungskriterien. Hat man die Weiterbildung bestanden, qualifiziert man sich automatisch für eine leitende Position in einem entsprechenden Fachbereich. Man kann anschließend im Bereich Wirtschaftlichkeitsanalysen, Kosten- und Leistungsrechnung und Controlling tätig werden und die Verantwortung für die Organisation unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten übernehmen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, im Personalwesen bei der Personalplanung, -beschaffung und -entwicklung mitzuwirken als auch die Aus- und Weiterbildung tatkräftig zu unterstützen. Als Fachwirt im Sozial und Gesundheitswesen vertritt und repräsentiert man das Unternehmen nach außen und pflegt die Kontakte, zum Beispiel mit den Kunden, Behörden und Trägereinrichtungen. Darüber hinaus kann man die finanzielle Organisation übernehmen als auch PR-Arbeit leisten - je nachdem, in welchem Aufgabenfeld man tätig werden möchte, um mehr Abwechslung im Berufsalltag zu erleben.


 

(Redaktion)


 


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