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Familienfreundlichkeit im Betrieb

Neues Projekt soll Hilfestellung bei der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bieten

Familien sollen mehr Unterstützung erhalten, um Berufstätigkeit und Pflege von Angehörigen besser aufeinander abstimmen zu können. Hamburgs Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Dr. Melanie Leonhard stellte dafür am 9. Mai 2016 das neue Projekt „Vereinbarkeitslotsen Pflege und Beruf“ in der Handwerkskammer Hamburg vor.

Erklärtes Ziel des Projekts „Vereinbarkeitslotsen Pflege und Beruf“ von der Initiative Hamburger Allianz für Familien ist es, Beschäftigte in Unternehmen auszubilden, damit sie als Ansprechpersonen im rund um das Thema Pflege und Beruf zur Verfügung stehen und über die passenden Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige informieren können.

HAMBURGER ALLIANZ FÜR FAMILIEN
Die Hamburger Allianz für Familien ist eine gemeinsame Initiative von Senat (Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Handelskammer und Handwerkskammer. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Hamburg als Lebensort für Familien attraktiver zu machen. Der Arbeitsschwerpunkt ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In diesem Themenbereich finden, neben den laufenden Projekten wie beispielsweise das Hamburger Familiensiegel oder die Hotline zur familienfreundlichen Gestaltung der Arbeitswelt, regelmäßig Informationsveranstaltungen statt.

„Die Diskussion um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war lange Zeit durch die Kinderbetreuung dominiert. Zunehmend rückt die Betreuung pflegedürftiger Angehöriger in den Fokus. Beschäftigte, die Angehörige pflegen, sind auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in besonderer Weise angewiesen“, sagte Senatorin Melanie Leonhard. Das neue Lotsenprojekt sei ein weiterer Schritt zu mehr Familienfreundlichkeit in Unternehmen.

Hjalmar Stemmann, Vizepräsident der Handwerkskammer Hamburg, betonte in diesem Zusammenhang: „Für das Handwerk gehört zu einer klugen Unternehmenspolitik immer auch eine kluge Personalpolitik. Wir können nicht in Sonntagsreden den Wert der Familie beschwören und im Alltag lamentieren, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Kinder oder ihre pflegebedürftigen Eltern versorgen.“ Im Handwerk böten weit mehr als 80 Prozent der Betriebe familienfreundliche Arbeitszeitmodelle an. Sie täten dies aus Verantwortung, aber auch mit Blick auf die Fachkräftesicherung. Gelebte Familienfreundlichkeit sei ein Ausdruck der Wertschätzung. In solchen Unternehmen blieben die Beschäftigten gern, so Stemmann.

Im Rahmen der Veranstaltung „Praxiserfahrung Pflege und Beruf – Die gesetzlichen Regelungen und weitere Unterstützungsmaßnahmen“ am 9. Mai 2016 in der Hamburger Handwerkskammer wurden Informationen über die gesetzlichen Regelungen und Erfahrungsberichte aus dem Praxisalltag der Hamburger Hochbahn und der Hamburger Volksbank präsentiert. Die lokalen Akteure stellten ihre Angebote vor, beispielsweise eine Musterwohnung, die Demenzkranken das Leben erleichtert und es gab Informationen über die Leistungen der gesetzlichen Pflegekassen.

Ausbildung zum Vereinbarkeitslotsen Pflege und Beruf

Ab Herbst 2016 können sich Beschäftigte zu Vereinbarkeitslotsen Pflege und Beruf ausbilden lassen. Das Angebot umfasst ein eineinhalbtägiges Seminar mit fachlichen Informationen zu innerbetrieblichen und gesetzlichen Möglichkeiten sowie verschiedene Infomaterialien. Die für die Fortbildung anfallenden Kosten trägt das Unternehmen.

(Redaktion)


 


 

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