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Familienunternehmen

Risiken bei der Beschäftigung von Familienangehörigen

Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen ist es üblich, Familienangehörige im Betrieb mitarbeiten zu lassen. Diese Beschäftigungsverhältnisse werden allerdings von den Krankenkassen und Finanzämtern besonders kritisch überprüft.

In dem vor dem Finanzgericht Düsseldorf verhandelten Fall hatte ein Zahnarzt seine Frau für die Erledigung von Büroarbeiten angestellt. Die Arbeitszeit betrug laut Arbeitsvertrag 45 Stunden pro Monat. Die Arbeit erfolgte zu unregelmäßigen Zeiten und von zu Hause aus. Bei einer Betriebsprüfung wurde das Arbeitsverhältnis nicht anerkannt, da weder eine konkrete Arbeitszeit festgelegt war noch ein Stundenzettel geführt wurde. Die Folge war, dass die Lohn - und Sozialversicherungskosten der Ehefrau steuerlich nicht anerkannt wurden. Gegen diese Entscheidung klagte der Zahnarzt ohne Erfolg (Az.: 9 K 2351/12 E).

Die Richter begründeten die Entscheidung, dass ein Ehegatten-Arbeitsverhältnis sowohl inhaltlich als auch in der Durchführung dem entsprechen müsse, was bei Arbeitsverträgen unter Fremden üblich sei. Bei Teilzeitbeschäftigungen könne es durchaus vorkommen, dass das Aufgabengebiet und der zeitliche Einsatz des Arbeitnehmers nicht in allen Einzelheiten festgelegt werde. In solchen Fällen sei es aber üblich, dass die Arbeitszeiten durch Stundenzettel nachgewiesen werden. Da dies im behandelten Fall nicht so war, erkannten die Richter die in der Steuererklärung geltend gemachten Kosten nicht an.

Quelle: KfW-Starthothek

(Redaktion)


 


 

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