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Fehlzeiten im Betrieb

Hamburgs Männer reichen die wenigsten „gelben Scheine“ ein

Nur 46,2 Prozent der Hamburger Männer haben im vergangenen Jahr mindestens einmal eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt. Im Vergleich der Bundesländer ist das der niedrigste Wert. Danach folgen die Stadtstaaten Bremen (47,7 Prozent) und Berlin (49,4 Prozent). Im Bundesdurchschnitt legten 52,9 Prozent aller Männer einmal einen „gelben Schein“ vor, wie der Barmer GEK Gesundheitsreport 2013 für Hamburg berichtet.

Auf 100 Männer kamen in Hamburg 100 Arbeitsunfähigkeitsfälle, 104 waren es in Baden-Württemberg, jeweils 105 in Bayern und Bremen. Da die einzelnen Krankheitsfälle aber etwas länger dauern, weisen die Männer in der Hansestadt beim Krankenstand jedoch nicht den niedrigsten Wert auf. Während der Krankenstand der Männer in Hamburg 4,08 Prozent betrug, kam das männliche Geschlecht in Baden-Württemberg (3,85 Prozent) und Bremen (3,97 Prozent) auf geringere Werte, so die Barmer GEK. Der Krankenstand besagt, wie viele Personen statistisch gesehen an einem Tag arbeitsunfähig waren.

Der Gesundheitsreport 2013 hat zugleich die Ausfallzeiten der Männer näher durchleuchtet und zeigt maßgebliche Erkrankungen in den verschiedenen Altersgruppen der männlichen Erwerbstätigen auf. In der Altersgruppe der jüngsten Erwerbstätigen (15 bis 24 Jahre) gingen die meisten Fehltage (ein Fünftel) auf das Konto von Verletzungen, insbesondere Sportverletzungen. Bei berufstätigen Männern im mittleren Alter (30 bis 49 Jahre) entfielen die meisten Fehlzeiten auf Muskel-Skelett-Erkrankungen. Über die Hälfte dieser Fehlzeiten betrafen dabei vor allem Rückenschmerzen und Bandscheibenprobleme.

Arbeitsunfähigkeiten durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen zum Ende des Erwerbslebens deutlich zu. Während auf 100 männliche Beschäftigte im Alter von 50 bis 54 Jahre in Hamburg im Jahr 2012 noch 122 krankheitsbedingte Fehltage entfielen, waren es bei den 55- bis 64-Jährigen bereits rund 260 Fehltage – mehr als das Doppelte. Im Vergleich zu den bundesweiten Ergebnissen liegen auch die Herz-Kreislauf-bedingten Fehltage der Hamburger Männer niedriger als im Bundesdurchschnitt. Gleichwohl stiegen sie bei den 55- bis 59-jährigen Männern mit 10,6 Prozent auf den drittgrößten Anteil an allen Fehlzeiten an.

Psychische Erkrankungen in Hamburg weiterhin auffällig
Der Anteil der Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen bleibt in Hamburg hoch, informiert die Krankenkasse. Bei den Altersgruppen der 25- bis 54-jährigen Männer waren die meisten Fehltage darauf zurückzuführen. Der höchste Wert wurde mit 27 Prozent bei den 45- bis 49-Jährigen festgestellt.

(Redaktion)


 


 

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