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Warburg Bank: Nach solidem Geschäftsjahr 2013 für einen Zinsanstieg gut positioniert

Die M.M.Warburg & CO KGaA konnte ihre Position als unabhängige Privatbank im vergangenen Geschäftsjahr ausbauen. Das verwaltete Kundenvermögen der Gruppe stieg um 13 Prozent auf 50,1 Milliarden Euro. Nachhaltige Ertragsquellen sorgten für ein zufriedenstellendes Ergebnis. Das teilte das Unternehmen zum Jahresergebnis 2013 mit.

Die Ergebnisse der Bank und der Warburg-Bankengruppe seien – in einem Umfeld, das von historisch niedrigen Zinsen und hohen Bürokratie-Aufwendungen geprägt war – solide ausgefallen. „Die Unabhängigkeit und Flexibilität in unseren Entscheidungen ist uns ein hohes Gut. Das wussten unsere anspruchsvollen Kunden auch im vergangenen Geschäftsjahr zu schätzen“, sagt Dr. Christian Olearius, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter. „Der deutliche Anstieg des verwalteten Vermögens spiegelt diese Wertschätzung wider.“

Die M.M.Warburg & CO gehört zu den großen, unabhängigen Privatbanken in Deutschland und hat ihren Hauptsitz in Hamburg. Unter der Holdinggesellschaft M.M.Warburg & CO Gruppe (GmbH & Co.) KGaA ist die im Finanzdienstleistungsbereich tätige Warburg-Bankengruppe angesiedelt. Diese setzt sich aus der operativ tätigen und als Zwischenholding fungierenden M.M.Warburg & CO sowie deren Tochtergesellschaften Bankhaus Hallbaum, Bankhaus Löbbecke, Bankhaus Plump, Marcard, Stein & Co, Warburg Hypothekenbank, Schwäbische Bank AG, Warburg Invest, M.M.Warburg & CO Luxembourg und M.M.Warburg Bank Schweiz zusammen. Die Bankengruppe ist in 14 deutschen Städten vertreten.

Im Bereich der Geldanlage hätte „die guten Entwicklungen an den Aktienmärkten, ein erfolgreiches Portfolio-Management und neue Kundenverbindungen für beachtliche Zuflüsse“ gesorgt, so die Bank. Innerhalb der Bankengruppe stieg demnach das verwaltete Vermögen („Assets under Management“) um rund 13 Prozent auf 50,1 (Vorjahr:44,4) Milliarden Euro. Die Provisionen im Privatkundensegment zogen spürbar an.

Daneben erzielte die Bankengruppe nach eigenen Angaben ein überdurchschnittliches Provisionsergebnis in den Bereichen „Renten Sales“ und „Corporate Finance“. Die Verbesserungen bei den Provisionen seien eine Folge der Volumenszuwächse und nicht auf Margenerhöhungen oder gesteigerte Kundentransaktionen zurückzuführen.

Das Zinsergebnis habe unter den Auswirkungen der Niedrigzinspolitik in Kombination mit einer sicherheitsorientierten Anlagestrategie gelitten. Zudem hätten die Risikovorsorge sowie höhere Aufwendungen infolge erheblicher bürokratischer Anforderungen den Vorsteuergewinn gedrückt. Insgesamt habe die Warburg Bank im vergangenen Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern von 23,2 (Vorjahr: 35,5) Millionen Euro erzielt. Das Vorsteuerergebnis der Gruppe lag demnach bei 25,6 (Vorjahr: 39,8) Millionen Euro.

„Schwierige Zeiten sind nicht geeignet für übermäßige Ertragserwartungen. Dass wir unter diesen Bedingungen ein zufriedenstellendes, angemessenes Ergebnis erreicht haben, ist Ausweis unseres breiten, soliden Geschäfts“, so Olearius zum Ergebnis.

Haftende Mittel der Bankengruppe erweitert

Die Warburg Bank habe im vergangenen Jahr die Risikoaktiva weiter reduziert. Damit sei die Bilanzsumme von 4,18 Milliarden auf 3,81 Milliarden Euro gesunken. Gleichzeitig stieg die Kernkapitalquote leicht auf 12,4 Prozent. Die Bank erfülle schon jetzt alle Kapitalanforderungen nach Basel III und die Vorgaben der Europäischen Bankenaufsicht (EBA). Die haftenden Mittel der Warburg Bankengruppe beliefen sich per 31. Dezember 2013 auf 427 Millionen Euro (422 Millionen Euro im Vorjahr).

Wendepunkt im Zinsgeschäft Mitte 2013 erreicht

Die Bankengruppe würde von einem höheren Zinsniveau unmittelbar profitieren, heißt es. Dafür sorgten die zurückhaltenden Einlagenkonditionen, eine vorsichtige Anlagepolitik sowie ausgewählte Kreditengagements. Eine ausgewogene Risiko- und Ertragspolitik bleibe die erklärte, übergeordnete Strategie. Mit den Geschäftsfeldern Investment Banking (inklusive Kreditgeschäft), Asset Management und Private Banking sowie den regionalen oder thematischen Spezialisierungen der Tochterunternehmen biete die Gruppe alle Dienstleistungen einer Universalbank aus einer Hand.

Das Schiffsgeschäft lieferte nach Unternehmensinformation auch im Jahr 2013 ausreichende Ergebnisbeiträge. Die zusätzliche Risikovorsorge habe den „maßgeblichen Teil des Portfolios auf mehrere Jahre im Voraus gegen mögliche negative Marktentwicklungen abgeschirmt“. So sei das Segment unabhängig von der weiteren Entwicklung der Charterraten. Die Warburg-Gruppe will auch in Zukunft ihre langjährige Expertise im Schiffssegment nutzen, um ihre Kunden in diesem Bereich zu unterstützen.

Mitarbeiterzahl leicht gestiegen

Wie im Vorjahr habe die Zahl der Beschäftigten in überschaubarem Umfang zugenommen. Per Ende 2013 arbeiteten 1.230 Personen für die Bankengruppe (Vorjahr: 1.199). In der Bank sank die Zahl der Beschäftigten leicht von 474 auf 466 Mitarbeiter. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liege damit weiterhin bei fast zwölf Jahren. Diese personelle Beständigkeit sei im aktuellen Bankenumfeld und gerade an den von der Bankengruppe abgedeckten Standorten außergewöhnlich.

Ausblick

„Die Warburg-Bankengruppe ist gut in das laufende Jahr gestartet. Die Zuflüsse an Kundengeldern und die gute Performance halten an. Zudem hat sich das Zinsergebnis schon seit Mitte 2013 stabilisiert. Von einem höheren Zinsniveau werden wir unmittelbar und erheblich profitieren“, sagt Olearius. „Unsere ausgewogene Ertragsstruktur sorgt dafür, dass wir unseren Kunden langfristig als unabhängiger und verlässlicher Partner zur Seite stehen.“

(Redaktion)


 


 

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