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Förderprogramm

Gemeinsam Fördermittel für Wohnungsmodernisierung beantragen

„Das neue Programm der WK kommt wie gerufen“, stellt Wohnungseigentümer Heinz Kliche fest. Er ist Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), die als Erste das neue Förderprogramm WK-WEGfinanz der Hamburgischen Wohnungskreditanstalt (WK) genutzt hat.

Bei dem Haus in der Rutschbahn stand eine Modernisierung an. Mit Hilfe der Förderung hatten alle Eigentümer ausreichend Mittel zur Verfügung, um die Investition zu finanzieren. Und mehr noch: Sie konnten nicht nur bauliche Schäden beseitigen, sondern die Chance ergreifen, auch gleich energetisch zu modernisieren.

Ein Energie-Check hatte ergeben, dass sich mit einer umfassenden Modernisierung des 50er-Jahre-Gebäudes mehr als die Hälfte des Energiebedarfs einsparen ließe. „Neben einer deutlichen Verringerung der Betriebskosten lockte auch eine langfristige Wertsteigerung des Gebäudes“, erklärt Kliche. Aber nicht alle der über 60 Wohnungseigentümer hatten den auf sie entfallenden Finanzierungsanteil zur Verfügung. Auch Kliche scheute davor zurück, seine persönlichen Rücklagen dafür aufzubrauchen. Was, wenn unvorhergesehene Ausgaben anfielen? Gut, dass die WK gerade ein passendes Förderprogramm neu auf den Markt gebracht hat, mit dem Wohnungseigentümergemeinschaften in Hamburg über ein vereinfachtes Verfahren von zinsgünstigen KfW-Krediten profitieren können.

Zinsgünstige Darlehen und WK-Zuschüsse überzeugen

Die Ausgangslage: 2009 war eine Instandsetzung des Hauses bautechnisch zwingend erforderlich. Doch wie umfassend sollte die Modernisierung werden? Kliche: „Das Dach und die Rückwand mussten dringend wärmegedämmt werden. Doch eine Erneuerung der Fenster wurde kontrovers diskutiert.“ Immobilienfachwirtin Ulrike Punzius von der Otto Cropp Hausverwaltung GmbH, die die WEG in der Rutschbahn betreut, lud einen WK-Berater auf die Eigentümerversammlung ein, um über mögliche Maßnahmen, Finanzierungsmodelle und Zinssätze zu informieren „Letztlich rechnen die Eigentümer die Heizkostenersparnis gegen die monatliche Belastung auf und fragen, ob am Ende für sie ein Plus dabei herauskommt“, weiß Christian Bergmann von der WK.

Obwohl die Rücklagen der Gemeinschaft nur gut 20 % der Investitionssumme von rund 570.000 Euro ausmachten, stimmten die Eigentümer der umfassenderen Modernisierung zu. Für die Finanzierung nutzten Kliche und einige andere Eigentümer das Angebot von WK-WEGfinanz und nahmen zinsgünstige KfW-Kredite in Anspruch. Die Darlehenssumme lag im Durchschnitt bei 8.000 Euro. Das entspricht bei einem Nominalzins von 2,45 % und einer zehnjährigen Laufzeit einer monatlichen Belastung von ungefähr 80 Euro pro Wohnung. Die WEG erhält außerdem Unterstützung aus dem WK-Programm Wärmeschutz im Gebäudebestand. Die umfassendere Modernisierung sorgt zusätzlich für eine Verdopplung der Zuschüsse. Nach einer finalen Prüfung nach Bauabschluss kann die Eigentümergemeinschaft so von bis zu 40.000 Euro städtischer Förderung profitieren. „Die angebotene Finanzierung war einfach überzeugend“, erinnert sich Kliche.

Einfaches Verfahren für kleine Kreditbeträge

Bisher hatten es Wohnungseigentümer oft schwer, Fördermittel für eine Gebäudemodernisierung zu bekommen. Das Problem: Die einzelnen Kreditbeträge sind meist niedrig, der Organisationsaufwand für die Hausbanken im Verhältnis dazu sehr hoch. Nun bietet die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt mit WK-WEGfinanz einen vereinfachten Zugang zu KfW-Mitteln an – speziell für Kreditbeträge zwischen 5.000 und 25.000 Euro.

Die Hausverwaltung stellt im Auftrag der Eigentümer einen gebündelten Antrag mit Angaben zum Objekt und zur Modernisierung und ruft nach erfolgter Bewilligung auch die Mittel für alle ab. Die Kreditnehmer haben aber jeweils einen individuellen Vertrag mit der WK, es entsteht keine gesamtschuldnerische Haftung für die Eigentümergemeinschaft: Keiner muss für den anderen haften. „Wichtig für die Entscheidung war, dass die Gemeinschaft als solche schuldenfrei bleibt und auch kein Grundbucheintrag erfolgt“, erklärt Verwalterin Punzius.

Kein Grundbucheintrag, Schufa-Abfrage ausreichend

Basis für die Kreditvergabe ist eine Schufa-Abfrage. Grundbuchunterlagen oder Gehaltsabrechnungen müssen nicht eingereicht werden. Formulare für Anträge und Vollmachten stellt die WK als Vordruck zur Verfügung. Wenn alle Unterlagen vorliegen, leitet die WK den geprüften Antrag an die KfW Förderbank weiter. Die Zusage erfolgt dann in der Regel innerhalb von vier Wochen. „Das Verfahren ist einfach und unproblematisch“, so das Resümee der Verwalterin.


 


 

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