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Frauen in Führungspositionen

Helga-Stödter-Preis: ECE, Baseler Hof und Hamburg Messe ausgezeichnet

Der Helga-Stödter-Preis für Mixed Leadership ging in diesem Jahr an die ECE Projektmanagement Gesellschaft in der Kategorie „Großunternehmen“ sowie das Hotel Baseler Hof und die Hamburg Messe und Congress GmbH in der Kategorie „kleines und mittelgroßes Unternehmen“.

Die Handelskammer Hamburg und die Helga-Stödter-Stiftung zeichneten zum vierten Mal Hamburger Unternehmen aus, die sich vorbildlich und nachhaltig für ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen einsetzen. Die Preisverleihung fand am 16. April 2015 in einer feierlichen Abendveranstaltung mit geladenen Gästen in der Handelskammer statt.

Die ECE habe eine langfristig ausgerichtete Mixed-Leadership-Strategie, die vom Vorstandsvorsitzenden Alexander Otto und der Geschäftsleitung getragen und im gesamten Unternehmen gelebt werde, sagte Moderatorin Julia-Niharika Sen in ihrer Laudatio.

Führungspositionen würden auch in Teilzeit ausgeübt, Frauen und Männer gleich bezahlt und es gebe vorbildliche Maßnahmen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das Unternehmen habe seinen Frauenanteil auf der ersten Führungsebene (Beirat und Management Board) von 0 Prozent (2011) auf 23 Prozent (2015) gesteigert, der Frauenanteil auf allen Führungsebenen zusammengenommen betrage mittlerweile sogar 33 Prozent, so die Begründung.

Beim Baseler Hof lobte die siebenköpfige Jury unter anderem, dass es auf den ersten beiden Führungsebenen mehr Frauen als Männer gebe und Wochenend-Kinderbetreuung im eigenen Haus angeboten werde. Die ebenfalls als Gewinnerin der Kategorie „kleines und mittelgroßes Unternehmen“ ausgezeichnete Hamburg Messe biete flexible Arbeitszeiten auf allen Verantwortungsebenen an, sei in der Geschäftsführung geschlechterparitätisch besetzt und habe im Aufsichtsrat einen Frauenanteil von 42 Prozent.

„Frauen in Führungspositionen“ bedeutete eng zusammenzuarbeiten

Frauen und Männer, appellierte Handelskammer-Vizepräses Christina Jagdmann in ihrem Grußwort, müssten zusammen die Arbeit von Handelskammer und Wirtschaftspolitik in Hamburg bestimmen. „Nur gemeinsam sind wir stark, wenn wir beim Thema ‚Frauen in Führungspositionen‘ etwas bewegen wollen“, so Jagdmann. Sie betonte, dass auch die Handelskammer bemüht sei, ihren Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen: „In der aktuellen Wahlperiode konnten wir den Frauenanteil im Plenum von bislang nur acht Prozent auf 27 Prozent erhöhen.“

Handelskammer lehnt feste Frauenquote ab

Vizepräses Jagdmann würdigte das „Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm“ der ehemaligen Hamburger Justizsenatorin Schiedek als einen „entscheidenden Schritt, um die Zahl der Frauen in den Aufsichtsgremien der öffentlichen Unternehmen und Institutionen zu erhöhen“. Das Bundesgesetz für die Frauenquote enthalte allerdings „Licht und Schatten“. Auch wenn die Handelskammer laut einem Plenarbeschluss vom 7. Juni 2012 eine feste Quote ablehne, so könne die geplante Verpflichtung für rund 3.500 Firmen auf eine frei wählbare Zielgröße beim Frauenanteil in den obersten Führungsebenen aus Sicht der Handelskammer hingegen durchaus hilfreich sein, „die Unternehmen zu sensibilisieren und sie auf den richtigen Pfad zu bringen“. An die Adresse des neuen Senats gerichtet, sagte Jagdmann: „Wenn es dem neuen Senat gelingt, den Übergang zu einem flächendeckenden System von echten Ganztagsschulen rasch zu vollziehen und auch die Kita-Öffnungszeiten noch stärker als bisher an die berufliche Wirklichkeit von Müttern und Vätern anzupassen, dann wäre das ein echter Durchbruch.“

(Redaktion)


 


 

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