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Frauenförderung

Unterstützung beim Ausbau der Karriere – Mentoring „beflügelt“

In Hamburg und Rostock ist das Projekt „FiM – Frauen initiieren Mentoring“ an den Start gegangen: Erfolgreiche Managerinnen nehmen weibliche Nachwuchskräfte als Mentees unter ihre Fittiche.

Im FiM-Mentoring-Programm engagieren sich zwanzig gestandene weibliche Führungskräfte als Mentorinnen. Sie geben ihre Erfahrungen an die nachrückende Generation weiter und unterstützen talentierte weibliche Nachwuchskräfte bei ihrem Karrierestart. Gudrun Arlt, Personalleiterin im Alsterhaus Hamburg, ist eine der Mentorinnen im FiM-Programm. Sie weiß, dass Frauen immer noch ein paar Extranüsse mehr zu knacken haben als ihre männlichen Kollegen: Ständige Kompetenztests – „Kann die das?“ – und fehlende Vereinbarkeitsakzeptanz wecken bei Frauen immer wieder Zweifel am eigenen Können. Gudrun Arlt: „Frauen brauchen mehr als Männer individuelle Ermutigung und eigene Rollenvorbilder. Als Mentorin kann ich der Mentee Aufschwung geben, indem ich die besondere Bedeutung von Kommunikation, männlich geprägten Spielregeln und sicherem Auftreten klarmache“. Denn Frauen unterschätzten laut Arlt häufig, dass Karriere nicht nur von guten Leistungen abhänge, sondern auch von gekonntem Selbstmarketing und geschickter Vernetzung.

Schulungen zu karriererelevanten Themen, Erfahrungsaustausch und Netzwerken

Die Teilnehmerinnen des FiM-Mentoring-Programms erhalten deshalb neben der passenden Mentorin auch Schulungen zu den wichtigen Themen, treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und vernetzen sich überregional. So haben die Mentees des ersten Durchgangs inzwischen die vorbereitenden Gespräche, eine individuelle Kompetenzanalyse und zwei Seminartage erfolgreich absolviert. Auch haben sie für sich erste Zielstellungen erarbeitet, was sie mit dem Mentoring erreichen wollen.

Die Mentee Carmen Wolkonski, Zweigstellenleiterin Technischer Service Nord der Evantec GmbH, ist von dem Angebot begeistert: „Der Reiz speziell am ‚Cross Mentoring‘ besteht für mich darin, mich einer erfahrenen Führungskraft anvertrauen zu können, die eben nicht aus dem eigenen Unternehmen stammt und die mir somit einen völlig anderen Blickwinkel auf meine täglichen beruflichen Herausforderungen als junge Führungskraft aufzeigen kann. Auch die Begleitseminare sind ein für mich sehr wertvoller Bestandteil dieses Programms auf dem Weg zu einer erfolgreichen Führungskraft. Ich freue mich sehr, dass auch mein Arbeitgeber diese einmalige Chance des ‚Cross Mentoring‘ gesehen und mir die Teilnahme an diesem Programm ermöglicht hat.“

Auch die Mentorinnen sind gut vorbereitet. Sie haben im Rahmen des Programms das Handwerkszeug zur Gestaltung einer erfolgreichen Mentoring-Partnerschaft an die Hand bekommen.

Am 13. Juli 2013 fand die Auftaktveranstaltung mit dem Zusammenführen der Teilnehmerinnen statt. Die Tandems – Mentee und Mentorin – werden sich in den nächsten Monaten jeweils selbstorganisiert treffen und nachhaltig an ihrer individuellen Zielstellung arbeiten. Das FiM-Projekt-Team wird den „One to one“-Mentoring-Prozess begleiten.

Das speziell auf die Bedarfe kleiner und mittlerer Unternehmen aus dem Großraum Hamburg und Rostock ausgerichtete Projekt wird durch das Programm „Gleichstellen“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Projektträger ist die Agentur für Wirtschaft in Kooperation mit der FIM-Vereinigung für Frauen im Management e. V.

Weitere Informationen: www.adwi.de/projekte, www.bundesinitiative-gleichstellen.de und www.fim.de.

(Redaktion)


 


 

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