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Ganzheitliches Mobilitätskonzept

Hamburg und Daimler vertiefen Partnerschaft für E-Mobilität in der Stadt

Die Hansestadt Hamburg und die Daimler AG haben ein weitreichendes Abkommen für urbane Mobilität unterzeichnet. Bis 2020 soll der Fahrzeughersteller die Stadt beim flächendeckenden Ausbau der Elektromobilität unterstützen.

Hamburg und Daimler haben eine weitreichende Partnerschaft für urbane Mobilität verabredet; sie umfasst die Elektrifizierung sämtlicher Bereiche. Dazu zählen der Individual-, Transport- und öffentliche Personennahverkehr. Es geht unter anderem um die Car2go-Flotte, Brennstoffzellen-Infrastruktur, Elektro-Busse und Elektro-Transporter sowie mobile Plattformlösungen wie Switchh und Moovel.

In den kommenden drei Jahren sollen diverse Kooperationsprojekte umgesetzt werden. Dies sieht eine Grundsatzvereinbarung (Memorandum of Understanding) vor, die Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und Klaus Entenmann, Vorstandsvorsitzender der Daimler Financial Services AG, am 19. Mai im Hamburger Rathaus unterzeichnet haben.

Daimler ist nun der dritte deutsche Autohersteller, mit dem eine Grundsatzvereinbarung für E-Mobilität besteht. Erst vergangene Woche gab der Senat die Partnerschaft mit BMW bekannt. Bereits seit Ende August 2016 gibt es eine Grundsatzvereinbarung mit VW.

So will Hamburg im Stadtgebiet schrittweise bis 2019 insgesamt 1.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und 150 Ladepunkte an Switchh-Punkten exklusiv für Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung stellen und als erste Stadt in Deutschland in nennenswertem Umfang Parkplätze für Carsharing- und Elektrofahrzeuge anbieten „Wir brauchen zukunftsweisende Innovationen und ein kundenorientiertes Angebot an nachhaltigen Mobilitätsdienstleistungen, um die urbane Mobilität von morgen gestalten zu können. Wenn wir mit den Herausforderungen der Zukunft zurechtkommen wollen, müssen wir den dringend erforderlichen Ausbau der Elektromobilität fördern und die Einführung alternativer Antriebsarten wie Brennstoffzellen unterstützen. Und wir wollen auch sicherstellen, dass die Nutzung ganz unterschiedlicher Verkehrsmittel, von Bus, Fahrrad über E-Carsharing gut funktioniert“, sagte Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

Daimler investiere zehn Milliarden Euro in den Ausbau seiner Elektroflotte. Bis 2022 bringe das Unternehmen mehr als zehn neue Elektroautos in Serie, heißt es. Außerdem plane Daimler, ab Mitte 2018 bis Ende 2019 schrittweise die Smart-Fahrzeuge in der Carsharing-Flotte von Car2go in Hamburg zu elektrifizieren. Dies entspreche aktuell einer Anzahl von 400 Fahrzeugen und werde bei einer wachsenden Flotte entsprechend erhöht. Zudem soll die Integration der Carsharing-Angebote in die städtische Mobilitätsplattform Switchh ausgebaut, um künftig die Nutzung von HVV, Car- und Bikesharing aus einer Hand anbieten zu können.

Weiterhin sei beabsichtigt, die bestehende Partnerschaft innerhalb der Moovel-App (Betriebssystem für Mobilität), in der Angebote von ÖPNV, Carsharing, Taxis, Mitfahrräder und Deutscher Bahn gesucht, gebucht und die meisten auch bezahlt werden können, zu intensivieren. So soll ein ganzheitlicher, umfassender und emissionsarmer Mobilitätsservice in Hamburg realisiert werden. Klaus Entenmann, Vorsitzender des Vorstands der Daimler Financial Services AG: „Wir sind überzeugt, dass Carsharing beim Durchbruch der Elektromobilität eine entscheidende Rolle spielt. Mit Hamburg haben wir neben Stuttgart, Madrid und Amsterdam einen weiteren starken Partner für die Elektrifizierung urbaner Mobilität.“

Elektro-Busse und Elektro-Transporter

Vor dem Hintergrund des Vorhabens, ab 2020 nur noch emissionsfreie Busse zu beschaffen, unterstreichen beide Kooperationspartner, dass die bisherige erfolgreiche gemeinsame Umsetzung und Bewertung von Konzepten zum Einsatz elektrischer Busse weitergeführt werden soll. Im Bereich der Nutzfahrzeuge streben die Partner demnach an, sowohl im Fahrzeugsegment der Transporter (3,5 Tonnen) als auch der Lkw (25 Tonnen) oder im Segment des schweren Verteilerverkehrs (bis 25 Tonnen) über die Konzernsparten Mercedes-Benz Vans und Daimler Trucks sowie die koordinierenden Instanzen auf Hamburger Seite (hySOLUTIONS, Logistik Initiative Hamburg) eng zu kooperieren. Diese Aktivitäten erstreckten sich auf die Bereitstellung und Praxiserprobung von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen aus der Van- und Truck-Sparte des Fahrzeugherstellers.

(Redaktion)


 


 

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