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Gastronomie

Überseerestaurant am Hamburger Hafen: Mieter steht fest

Carlsberg Deutschland ist Mieter des neugebauten Überseerestaurants auf der umgestalteten Hafen-Hochwasserschutz-Promenade zwischen Landungsbrücken und Baumwall in Hamburg.

Am 26. März 2018 hat die Sprinkenhof GmbH, die gewerbliche Immobiliengesellschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, den Mietvertrag für die Neuvermietung des Überseerestaurants an den künftigen Mieter, die Carlsberg Deutschland GmbH, übergeben.

Der Mietvertrag schließe das Verfahren um die Neuvermietung für eines der ambitioniertesten Gastronomieprojekte in der Hansestadt Hamburg ab. Mit Carlsberg sei ein starker Partner gefunden worden, der zusammen mit Mitchells & Butlers und dem dazugehörigen Alex-Konzept an diesem außergewöhnlichen Standort in direkter Wasserlage zur Elbe für alle Hamburgerinnen und Gäste eine Bereicherung sein werde. Carlsberg Deutschland, zu dem unter anderem die Bier-Marken Astra und Holsten gehören, ist Teil der dänischen Carlsberg A/S, dem viertgrößten Brauereikonzern der Welt. Mitchells & Butlers Germany GmbH gehört zur britischen Gastronimiekette Mitchells & Butlers und betreibt in Hamburg das Restaurant „Alex“ im Alsterpavillon am Jungfernstieg.

Auswahlverfahren mit hohen Anforderungen

Im Frühjahr 2016 begann das Auswahlverfahren, um einen für das in Planung befindliche Neubauprojekt Überseerestaurant geeigneten Mieter zu finden. Nach Sprinkenhof-Information war Interesse an einer Anmietung mit etwa 70 Interessenbekundungen sehr groß. Aufgrund der hohen Anforderungen an den künftigen Nutzer hätten jedoch lediglich 17 potenzielle Interessenten erste Mietangebote mit Nutzungskonzept abgegeben.

„Wir waren bereits von einem großen Interesse aufgrund des exponierten Standortes ausgegangen, wurden aber dann um ein weiteres positiv überrascht von den individuellen Bewerbungen und anspruchsvollen Konzepten, die uns von den jeweiligen Interessenten eingereicht wurden“, sagt Jan Zunke, Mitgeschäftsführer der Sprinkenhof GmbH. Die Auswahl sei nicht einfach gefallen, habe aber aufgrund des Wettbewerbsverfahrens zu dem bestmöglichen Ergebnis geführt.

Aus den vorliegenden Bewerbungen wurden die potenziellen Bewerber angesprochen, deren Bewerbung den festgelegten Kriterien wie Höhe des Mietangebotes, Nachhaltigkeit und Innovationsgrad des Konzeptes entsprach. „Die Entscheidung für die Carlsberg Deutschland GmbH ist auf die äußerst professionelle Konzeptionierung der Nutzung zurückzuführen und garantiert an diesem so bedeutenden Standort für Hamburg eine langfristige und nachhaltige Nutzung“, erläutert Martin Görge, Mitgeschäftsführer der Sprinkenhof GmbH. Die frühzeitige Einbindung in den Bauverlauf ermögliche dem künftigen Nutzer Carlsberg, seine individuellen Planungen hinsichtlich der Innenraumgestaltung berücksichtigen zu können.

Neubau des Überseerestaurants nach prämiertem Gestaltungsentwurf des Büros Zaha Hadid

Der Neubau des Überseerestaurants soll im Rahmen der Erneuerung des Hochwasserschutzes innerhalb der Hochwasserschutzanlage integriert sein und sich nahtlos in die Hochwasserschutz-Anlage mit ihrer Promenade einfügen, heißt es. Die Planung für den rund 940 Quadratmeter Bruttogeschossfläche großen Neubau folgt dem prämierten Gestaltungsentwurf des Büros Zaha Hadid mit dem zentralen Ansatz, die Promenade zum städtischen Umfeld und zum Wasser zu öffnen. Der Neubau des Überseerestaurants wird von der Sprinkenhof und die Erneuerung des Hochwasserschutzes vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer ausgeführt.

Der Baubeginn erfolgte im Juni 2017 und die Fertigstellung des veredelten Rohbaus ist für Ende November 2018 geplant. Derzeit finden die Rohbauarbeiten statt, wo derzeit die Stahlbetonwände für das Obergeschoss erstellt werden. Das dreigeschossige Gebäude entsteht bündig zur nordseitigen Straßenfassade und soll von der Promenadenebene für die Gäste zugänglich sein. Es wird mit dunklem Basalt verkleidet. Das Richtfest ist für Mitte Mai 2018 vorgesehen. Ab Dezember 2018 kann der künftige Nutzer mit dem Innenausbau beginnen.

Früheres Restaurant „Überseebrücke“ musste weichen

Das frühere Restaurant Überseebrücke an dem Standort war jahrzehntelang ein bekannter Treffpunkt für Hamburger Hafen-Fans und Touristen. Medienberichten zufolge kündigte die Stadt 2011 den Betreibern Wolfgang und Ralf Uhlworm vorzeitig einen bestehenden Pachtvertrag mit zehnjähriger Restlaufzeit. Eine erste Klage der Gastronomen blieb erfolglos. Eine Einigung mit der Stadt gab es nicht. Im gleichen Zeitraum begannen die Bauarbeiten an der Hochwasserschutz-Promenade und führten zu starken Umsatzrückgängen, die die Gastronomen zur Aufgabe des Restaurants zwangen, noch bevor der Rechtstreit abschließend entschieden werden konnte. Das Gebäude wurde für die geplante Anhebung und Neugestaltung der Flutschutzanlagen abgerissen.

(Redaktion)


 


 

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