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Genossenschaft

Handwerkskammer unterstützt Hamburger Kolbenhof

Die Handwerkskammer Hamburg erwirbt Fördergenossenschaftsanteile der Kolbenwerk eG, die lokalen Handwerksbetrieben und Kleingewerbe im Stadtteil Ottensen einen Standort zu bezahlbaren Mieten bieten will.

Handwerksbetriebe tun sich vor allem in angesagten Stadtteilen oft schwer, ihren Standort zu behalten. Nun hat die Handwerkskammer Hamburg laut Mitteilung Mitte Juli beschlossen, das genossenschaftliche Kolbenhof-Projekt in Hamburg-Ottensen durch den Erwerb von Fördergenossenschaftsanteilen der Kolbenwerk eG zu unterstützen. Dieses Engagement stärkt das Eigenkapital der Genossenschaft.

Der Kolbenhof e.V. setzt sich laut Webseite seit 2012 für den Erhalt des Kleingewerbes und der Handwerksbetriebe in Ottensen ein. Das Engagement führte zur Gründung der Kolbenwerk eG, die Ende 2017 die Halle 7 und einen Neubau auf dem Areal des ehemaligen Kolbenschmidt Werkes in der Friedensallee 128 erwarb. Satzungsgemäß will die Genossenschaft hier Kleingewerbe- und Handwerksbetrieben im Stadtteil Altona, die von der Verdrängung bedroht sind, dauerhaft einen Standort zu erschwinglichen Konditionen bieten.

Ziel: kleines Gewerbe in der Stadt halten

Handwerkskammer-Präsident Josef Katzer erläutert: „Was macht Stadtteile lebenswert? Das Handwerk! In Ottensen drohten 26 Betriebe, verdrängt zu werden. Sie haben über die Gründung der Genossenschaft und mit viel Engagement erreicht, dass sie ihre betriebliche Heimat behalten können.“ Die Handwerkskammer habe dieses Projekt politisch begleitet. „Wenn wir uns jetzt in der Genossenschaft engagieren, ist das ein wichtiges Symbol für das gesamte Handwerk“, so Katzer. „Es zeigt: Die Handwerkskammer steht hinter solchen Konzepten. Wenn das Projekt läuft – und davon bin ich felsenfest überzeugt – dann wird es Vorbild auch für andere sein.“

Nach Einschätzung Handwerkskammer ist das Konzept des Kolbenhofes – neben Projekten wie der Meistermeile in Lokstedt – ein Erfolg versprechender Weg, um das kleine Gewerbe in der Stadt zu halten. Tobias Trapp, der eine Motorradwerkstatt betreibt und als „Motor“ des Projektes gilt: „Wir freuen uns sehr über das Engagement der Handwerkskammer. Das hat einen hohen Symbolwert.“

Die Planung sieht eine Fläche von 3.400 Quadratmetern zur Nutzung durch Handwerksbetriebe vor. Das Gesamtkapital der Genossenschaft betrage 8.608 Millionen Euro, heißt es. 8,5 Millionen Euro würden über Kredite der GLS-Bank zur Verfügung gestellt. Als genossenschaftliches Eigenkapital werden 108.000 Euro benötigt. Die Genossenschaft warb mit 208.000 Euro bereits fast doppelt so viel ein. Zusätzlich unterstützt nun die Handwerkskammer Hamburg mit 100 Förderanteilen im Gesamtwert von 50.000 Euro. Außerdem will die Kammer einen Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden.

(Redaktion)


 


 

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