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Gentechnik

Hamburg ist Mitglied im europäischen Netzwerk der gentechnikfreien Regionen

Die Hansestadt Hamburg bekennt sich zur Gentechnikfreiheit in der Landwirtschaft und im Gartenbau. Am 7. Mai 2015 ist Hamburg als 63. Mitglied in das Europäische Netzwerk der gentechnikfreien Regionen (Charta von Florenz) aufgenommen worden.

Die Übergabe der Beitrittsurkunde fand im Rahmen der internationalen Konferenz „GMO Free Europe – Future Opportunities and Challenges” statt, auf der politische Vertreter und zivilgesellschaftliche Akteure den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft vom 6. bis 8. Mai 2015 diskutieren. Damit komme der Senat dem Wunsch der Verbraucher nach gentechnikfreien, regional erzeugten Lebensmitteln nach und setze eine Ankündigung aus dem Agrarpolitischen Konzept 2020 um, teilte die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation mit.

Die Hansestadt Hamburg bekennt sich zur Gentechnikfreiheit in der Landwirtschaft und im Gartenbau. Am 7. Mai 2015 ist Hamburg als 63. Mitglied in das Europäische Netzwerk der gentechnikfreien Regionen (Charta von Florenz) aufgenommen worden.

Nach dem Beitritt will der Senat konkrete Projekte und Maßnahmen umsetzen, um die Gentechnikfreiheit im Gartenbau und in der Landwirtschaft zu unterstützen. Neben konkreten finanziellen Anreizen für Landwirte im Rahmen des Hamburger Agrarförderprogramms, wie die Erhöhung der Fördersätze für den ökologischen Landbau, sind auch Informationsangebote für Verbraucher sowie die Förderung von Kooperationen und lokalen Initiativen geplant.

Das Europäische Netzwerk der gentechnikfreien Regionen – die Charta von Florenz

Am 4. Februar 2003 schlossen sich 21 Regionen im Europäischen Netzwerk der gentechnikfreien Regionen zusammen. Die zentralen Forderungen des Zusammenschlusses wurden im Jahr 2005 in der „Charta von Florenz“ konkretisiert. Die wichtigsten Ziele der Charta:

  • der Einsatz für nationale bzw. regionale Befugnisse, unabhängig von dem Zulassungsverfahren auf europäischer Ebene, Anbauverbote von gentechnisch veränderten Pflanzen zu erlassen,
  • die Einflussnahme auf die europäischen Institutionen zur Überarbeitung des derzeit gültigen Genehmigungsverfahrens zur Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen,
  • die Einführung des Verursacherprinzips bei Verunreinigungen von Ernte und Saatgut,
  • die Sicherstellung und Förderungen von gentechnikfreiem Saatgut,
  • die Unterstützung von internationalen Vereinbarungen zur Zertifizierung von gentechnikfreien Rohmaterialen,
  • der Erhalt der Artenvielfalt der Regionen und
  • der Schutz dieser Artenvielfalt vor Patentierung

Mittlerweile sind 64 europäische Gebietskörperschaften dieser Interessensgemeinschaft beigetreten. Die Mitgliedsregionen stammen aus Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, Spanien, Kroatien, Griechenland und Großbritannien. Aus Deutschland sind die Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen sowie Baden-Württemberg Mitglieder im Netzwerk. Zusammen mit Hamburg ist Bremen dem Netzwerk beigetreten. Damit sind elf deutsche Bundesländer Mitglied im Netzwerk.

(Redaktion)


 


 

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