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  • 14.08.2020, 07:59 Uhr
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  • Offenbach
Gesellschaft und Politik

Wie die Vereinigten Staaten von Amerika sein sollten

Seinen Namen kennen außerhalb der USA eher wenige, den Namen des von ihm gegründeten Unternehmens die ganze Welt. Bis Mitte des Jahres 2018 stand Howard Schultz an der Spitze von Starbucks. Mit „Von Grund auf“ legt er keine Memoiren oder die Geschichte der Kaffeehauskette vor. Stattdessen zeichnet er seine gesellschaftliche und politische Vision der Vereinigten Staaten, wie sie seiner Ansicht nach sein sollten.

Ohne Starbucks wäre das Buch nicht denkbar

Für alle Leser, die es genau wissen. Der Gründer von Starbucks ist Howard Schultz eigentlich nicht. Er stieg in das Unternehmen ein, um mit Hilfe der Starbucks-Gründer seine Kaffeehauskette zu schaffen. Doch wie die Geschichte der Wirtschaft manchmal so schreibt, war es sein Unternehmen, das 1987 Starbucks übernahm. So viel Zeit für Fakten muss an dieser Stelle schon sein.

30 Jahre lang lenkte Schultz die Geschicke der Firma. In dieser Zeit gelang es ihm, das Unternehmen zu einer der weltweit bekanntesten Marken und größten Kaffeehausketten aufzubauen. Es ist also nur verständlich, dass er sich in seinem Buch auch auf „sein“ Starbucks bezieht.

Ein Anti-Trump

Schultz steht der demokratischen Partei nah und hegte Ambitionen auf die Kandidatur für die US-Präsidentschaft. Ein deutliches Zeichen dafür, dass er mit den aktuellen Entwicklungen in seinem Heimatland alles andere als einverstanden ist.

Schultz ist ein Beispiel für den „amerikanischen Traum“. Er stammt aus kleinen Verhältnissen und sich sprichwörtlich emporgearbeitet. Heute gehört er zu den reichsten Menschen der Welt. Sein Buch zeichnet auch diesen Weg nach. Es zeigt damit zugleich den Gegenentwurf zu den Missständen im Amerika des Donald Trump. Einem Land, das die Reichen immer reicher macht, dem Rassismus wieder eine Stimme verleiht und das Grundvertrauen der Menschen in den Staat und seine Organe aushöhlt.

Dieses Buch wird Sie fesseln, denn sein Autor stellt tradierte Ideen zur Rolle der Wirtschaft in der Gesellschaft in Frage. Es plädiert für Solidarität, Empathie und Vertrauen. Und Schultz widmet sich Themen, die in den USA schon lange diskutiert werden, deren Kontroversen uns Europäer indes immer wieder erstaunen, wie etwa das Thema Krankenversicherung. Ein Aspekt von Brisanz vor den Geschehnissen der Corona-Krise.

Management-Journal-Fazit: „Von Grund auf“ ist ein wunderbares Buch. Kaufen Sie es, stellen Sie Ihr Telefon ab und gönnen Sie sich ein Wochenende mit fesselnder Lektüre. Sie lernen eine beeindruckende Unternehmerpersönlichkeit kennen und erfahren viel über Amerika und die Seele seiner Bewohner.

Das Buch: Howard Schultz/Joanne Gordon, „Von Grund auf. Eine Reise zur Neuausrichtung des amerikanischen Versprechens“, Wiley-VCH GmbH. ISBN 352750995X

(Stephan Lamprecht / www.management-journal.de)


 


 

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