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Gesundheitsbericht 2017

Viertklässler: Mehr als ein Drittel bewegt sich intensiv

Die meisten Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse in Hamburg sind nach einer Befragung der Hamburger Gesundheitsbehörde sportlich aktiv. Dennoch gibt es Nachholbedarf.

Das Ergebnis der Befragung von 1.500 Viertklässler in Hamburger Schulen durch die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) mag überraschen: Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung berichten die meisten Kinder, dass sie sich viel bewegen – im Alltag und in Sportvereinen. Für den Gesundheitsbericht 2017 der BGV gaben sie Auskunft darüber, wie und wo sie sich bewegen und was sie motiviert.

Danach bieten der Schulweg und das direkte Wohnumfeld bei den meisten Kindern einen alltäglichen Anlass zur Bewegung. Dies entspricht auch dem Ergebnis einer Befragung vor zehn Jahren. Auch die Teilnahme am organisierten Vereinssport ist ein wesentlicher Aspekt der Freizeitgestaltung geblieben: Fast zwei Drittel der Kinder sind in einem Sportverein aktiv. Während bei den Jungen Fußball sowie andere Ball- und Kampfsportarten an erster Stelle stehen, favorisieren Mädchen Tanz- und Ballsportarten sowie das Reiten.

Etwa gleiche Bewegungsintensität wie vor zehn Jahren

Mehr als ein Drittel der befragten Kinder bewegt sich laut Befragung intensiv, also mindestens dreimal am Vortag und täglich in der vergangenen Woche, und entspricht dabei am wahrscheinlichsten der aktuellen Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Knapp jedes vierte Kind ist hingegen zu wenig körperlich aktiv – maximal zweimal am Vortag und nicht täglich in der vergangenen Woche. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Bewegungsintensität der Viertklässlerinnen und Viertklässler in den letzten zehn Jahren nahezu gleichgeblieben ist – obwohl sich die Rahmenbedingungen, unter anderem durch die zunehmende Nutzung von Smartphones, verändert haben.

Eltern als Vorbild

Neben Motiven wie Spaß an der Bewegung und der Wunsch, fit zu sein, sowie der Zugehörigkeit zum Sportverein spielen die Eltern als Vorbild eine wichtige Rolle für die Bewegungsintensität. Jedes zweite Kind wächst mit sportlich aktiven Eltern auf, hinzukommt, dass auch die Geschwister zu fast drei Vierteln sportlich aktiv sind.

Auch mögliche Ansatzpunkte macht der Bericht deutlich: „Zusätzlicher Bedarf an Bewegungsförderung besteht eher in Schulen mit einem niedrigen Sozialindex und bei Mädchen mit Migrationshintergrund. Hier sind spezifische Maßnahmen nötig, um diese Zielgruppen zu erreichen und um sie beispielsweise besser in Sportvereine zu integrieren. Zudem sollten Kinder aus wohlhabenden Familien ihren Schulweg häufiger aktiv und selbstständig bewältigen, anstatt sich tagtäglich von ihren Eltern fahren zu lassen.“

Die Befragung wurde in 27 Schulen durchgeführt; angefragt worden waren 35 Schulen. Ein Kurzbericht „Hamburger Kinder in Bewegung 2017“ mit 44 Seiten ist auf www.hamburg.de zum Download verfügbar.

(Redaktion)


 


 

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