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Studie: 43 Prozent fühlen sich in Gesundheitsthemen fit

Mehr als jeder vierte erwachsene Bundesbürger kennt sich nach eigener Einschätzung gut oder sehr gut in Gesundheitsthemen aus. Dabei zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Das ergab eine repräsentative Studie im Auftrag der Techniker Krankenkasse.

Demnach informieren sich 82 Prozent der Menschen in Deutschland beim Arzt ihres Vertrauens zu Gesundheitsfragen. Gleich danach folgt das Internet (77 Prozent). Der dritte Platz geht an Familie und Freunde (73 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgen Apotheken und Krankenkassen, die jeder Zweite in Anspruch nimmt. Diese Ergebnisse stammen aus der Studie „Homo Digivitalis“, die die Techniker Krankenkasse (TK) Ende August 2018 veröffentlichte.

Über alle Altersgruppen hinweg finden 68 Prozent der Menschen, dass das Internet für die Suche nach Gesundheitsinformationen wichtig oder sehr wichtig ist. Laut Studie hält selbst bei den 60- bis 70-Jährigen mit 54 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten das Netz für eine wichtige Informationsquelle, wenn es um Gesundheitsthemen geht.

Umgang mit digitalen Angeboten erfordert Know-how

Offenheit für digitale Angebote ist generationenübergreifend vorhanden, es braucht aber auch das Know-how, die gefundenen Informationen richtig einzuordnen: „So manches Werbeversprechen liest sich zunächst wie eine medizinische Fachinformation. Wer also Texte liest, muss nicht nur den medizinischen Inhalt, sondern auch die Verlässlichkeit beurteilen können“, sagt Gunnar Meinert, Experte für Arzt- und Patienteninformation bei der TK. Tatsächlich falle es vielen Menschen schwer, die für sie passenden Informationen zu filtern und seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden. Dies gilt für 76 Prozent derjenigen Befragten, die das Internet nicht oder nicht mehr zur Suche nach Gesundheitsinformationen nutzen.

Nicht jeder vertraut Online-Informationen

Diejenigen, die sich nicht im Internet über Gesundheitsthemen informieren, begründen dies vor allem damit, dass sie lieber auf persönliche Informationen setzen. 95 Prozent befragen lieber ihren Arzt. 69 Prozent gaben an, dass sie wenig Vertrauen in Onlineinformationen haben. 76 Prozent finden es schwierig, seriöse von unseriösen Informationen zu unterscheiden. 42 Prozent haben Sorge vor Panikmache aus dem Netz und 49 Prozent sagen, sie brauchen gar keine Gesundheitsinformationen.

Bildungsabschluss spielt eine Rolle

Bei den Befragten mit Volks-, Hauptschul- oder mittlerem Bildungsabschluss geben jeweils gut 40 Prozent an, sich in Sachen Gesundheit gut oder sehr gut auszukennen. In der Gruppe mit Abitur oder Studium bescheinigt sich die Hälfte gutes Gesundheitswissen. „Ins Auge fällt, dass sich bei den Erwerbstätigen elf Prozent beste Kenntnisse bescheinigen - das waren gut doppelt so viele wie bei den Erwerbslosen (fünf Prozent)“, heißt es an anderer Stelle der Untersuchung.

Regionales Gefälle

Auffällig ist auch, dass es bei den in der Studie als „Gesundheitsauskenner“ bezeichneten Befragten ein Nord-Süd-Gefälle gibt: Während sich im Norden und Osten der Republik jeder Zweite nach eigener Einschätzung gut oder sehr gut in Gesundheitsthemen auskennt, hält sich in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg gerade mal gut ein Drittel der Befragten für Gesundheitsauskenner.

Kurse für höhere Gesundheitskompetenz

Wie viele Krankenkassen es tun, bietet auch die TK ihren Versicherten verschiedene Präsenz- und Onlinekurse, um die eigene Gesundheitskompetenz gezielt zu fördern. Dazu zählen die Wissensvermittlung und ein Kompetenztraining in Fragen rund um das Gesundheitssystem sowie zu Anbietern von Gesundheitsleistungen und -informationen. Die Teilnehmenden lernen dabei, wie sie an entsprechende Informationen gelangen und deren Qualität einordnen können.

Für die Studie „Homo Digivitalis“ befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK einen bevölkerungsrepräsentativen Querschnitt von 1.002 Erwachsenen im Alter zwischen 18 bis 70 Jahren in Deutschland zu ihrer Gesundheitskompetenz. Die Befragung fand im Januar 2018 statt. Hintergrund ist die geplante bundesweite Einführung einer elektronischen Gesundheitsakte für die TK-Versicherten.

(Redaktion)


 


 

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