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  • 09.12.2013, 11:10 Uhr
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  • Münsterland
Gewerbliche Schutzrechte

Hoher Takt bei Innovationen

Gewerbliche Schutzrechte in Deutschland sind offenbar sehr gefragt. Darauf weist das Deutsche Patent- und Markenamt hin. Kleine und mittelständische Unternehmen melden allerdings vergleichsweise wenige Innovationen an.

Nach vorläufigen Hochrechnungen erwartet das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) nach eigenen Angaben für dieses Jahr steigende Anmeldezahlen bei gewerblichen Schutzrechten. Besonders deutlich fällt demnach der Anstieg bei Patentanmeldungen aus. Bei Marken und Gebrauchsmusteranmeldungen, die in den vergangenen Jahren rückläufig waren, zeichnet sich eine Trendwende ab hin zu einem leichten Anstieg. Auch beim Designschutz (Geschmacksmuster) steige die Anzahl der Anmeldungen leicht an.

„Erfinder und Unternehmen hierzulande halten mit ihrer Kreativität und ihrem Erfindungsreichtum den Innovationstakt weiterhin sehr hoch. In allen vier Schutzrechtsbereichen rechnen wir mit steigenden Anmeldezahlen“, sagt Cornelia Rudloff-Schäffer, Präsidentin des DPMA. „Das unterstreicht die Rolle Deutschlands als attraktiven Investitionsstandort“, ergänzt sie.

KMU bei Patentanmeldungen unterrepräsentiert

„Kleine und mittelständische Unternehmen sind ein wesentlicher Pfeiler der deutschen Wirtschaft. Obwohl dem Schutz ihrer Innovationen eine besondere Bedeutung zukommt, sind sie bei Patentanmeldungen nach wie vor unterrepräsentiert“, so Rudloff-Schäffer. Das liege vor allem an mangelnder Kenntnis darüber, wie sie ihr geistiges Eigentum vor Nachahmung schützen können. Eine hohe Priorität verbleibe deshalb weiter auf den Informations- und Unterstützungsangeboten für KMU und Einzelerfinder.

Bei den Auskunftsstellen des DPMA in München, Jena und Berlin erhalten KMU und Einzelerfinder allgemeine Auskünfte und Hilfe bei der Antragstellung zu gewerblichen Schutzrechten. Zudem ist die Behörde bundesweit auf den wichtigsten Messen mit Informationsständen vertreten. Speziell für Einzelerfinder und KMU organisiert sie in Kooperation mit der Patentanwaltskammer kostenlose Ersterfinderberatungen.

Das Amt kooperiert mit 23 Patentinformationszentren in Deutschland, die Erfinder und KMU vor Ort unterstützen. Diese Zentren bieten qualifizierte Recherchen nach bestehenden Patenten, Marken und Mustern sowie Unterstützung bei der Anmeldung, Überwachung und dem Management von Schutzrechten an.

Das DPMA ist das nationale Kompetenzzentrum auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes in Deutschland. Mit mehr als 2.500 Mitarbeitern ist es das größte nationale Patent- und Markenamt in Europa und weltweit das fünftgrößte nationale Patentamt. Die Beschäftigten erteilen Patente, tragen Marken und Muster ein und verwalten sie. Außerdem informieren sie die Öffentlichkeit über gewerbliche Schutzrechte.

(Redaktion)


 


 

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