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Goldener Windbeutel 2020

Foodwatch-Abstimmung: fünf Produkte für Anti-Preis nominiert

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat fünf Produkte als Kandidaten für den Goldenen Windbeutel 2020 nominiert, die durch irreführende Werbeversprechen aufgefallen sind. Verbraucher können ihren Favoriten im Internet wählen.

Es ist ein Preis, den kein Hersteller gewinnen will: der Goldene Windbeutel 2020 für die „dreisteste Werbelüge“ des Jahres. Dieser Antipreis wird von der Verbraucherorganisation Foodwatch vergeben. Wer der diesjährige Empfänger wird, ergibt sich aus der Online-Abstimmung auf www.goldener-windbeutel.de, die noch bis 6. September läuft. Nominiert sind Produkte von Arla, Mars, Hochland, Zentis und Danone.

Die zur Wahl stehenden Kandidaten sind laut Foodwatch-Mitteilung „exemplarisch für Etikettenschwindel im Supermarkt”: die haltbare Bio-Weidemilch von Arla, den Be-Kind Proteinriegel von Mars, den Grünländer Käse von Hochland, den Fruchtaufstrich „50% weniger Zucker“ von Zentis und den Volvic Bio Roiboos Tee von Danone Waters. Ausführliche Begründungen sind auf der Webseite www.Foodwatch.org zu lesen.

Vier der Kandidaten stammen aus Konsumentenvorschlägen

Vier der genannten Produkte stammen nach Foodwatch-Angaben aus der Beschwerdeplattform www.schummelmelder.de. Das Produkt von Arla sei vom Team der Verbraucherorganisation vorgeschlagen worden.

Allen Produkten gemeinsam sei, dass sie sich an Konsumentinnen und Konsumenten wenden, „die bewusste Kaufentscheidungen für den Klimaschutz, für eine bessere Tierhaltung oder für die eigene Gesundheit treffen – und die dabei getäuscht werden oder denen für ihre Haltung das Geld aus der Tasche gezogen wird.”

Foodwatch weist darauf hin, dass die Hersteller vor der Veröffentlichung der Nominierungen informiert wurden. Hochland teilt in einer von Foodwatch veröffentlichten Stellungnahme mit, dass sich der Begriff „Freilaufkühe” auf im Stall gehaltene Kühe beziehe und dass dies in keinem Werbemittel anders dargestellt sei.

Die Verbraucherorganisation forderte Ernährungsministerin Julia Klöckner in diesem Zusammenhang auf, „der systematischen Verbrauchertäuschung im Supermarkt ein Ende zu bereiten und im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft auf bessere Kennzeichnungsregeln zu drängen”.

(Redaktion)


 


 

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