Whitepaper
Wie sich Google Buzz für das Business nutzen lässt
Ruhr. Vor etwas mehr als einem Monat ist Google Buzz gestartet. Seitdem hat das soziale Netzwerk nicht nur für heftige Diskussionen um den Datenschutz gesorgt, sondern ist auch rasant gewachsen. Jetzt untersucht ein Whitepaper die Anwendungsmöglichkeiten für Unternehmen im Marketing und Wissensmanagement.
Als der US-Suchmaschinengigant kürzlich seinen neuen Service Google Buzz vorgestellt hat, war die Aufregung groß. Ist hier der neue Twitter- oder Facebook-Killer an den Start gegangen? Will Google nun auch die Welt der Social Networks beherrschen? Wird mit dem neuen Dienst der Datenschutz mit Füssen getreten? Inzwischen ist der Rauch etwas verzogen und gibt den Blick auf die Fakten frei: Google Buzz hat sich trotz aller Unkenrufe erstaunlich schnell verbreitet und wird auch in Deutschland rege genutzt. Schon in den ersten beiden Tagen gab es weltweit knapp 10 Millionen Postings und Kommentare auf der neuen Plattform, 300.000 Menschen checken sich derzeit jeden Tag mit ihrem Mobiltelefon bei dem Dienst ein.
Eines ist jedoch erstaunlich: Während Facebook, Twitter und Xing längst von Unternehmen als Marketingkanal genutzt werden, halten sich die Firmen bei Google Buzz erstaunlich zurück. Der Mobilfunkanbieter O2, die Softwarefirma Magix und der Computerhersteller Fujitsu Technology Solutions zählen zu den Pionieren. Ebenso die PR-Agentur conosco oder die Kultureinrichtung NRW-Forum. Meist sind es jedoch Einzelpersonen, die auch das Buzz-Ranking in Deutschland anführen. Offensichtlich wissen viele Firmen noch nicht, was sie mit dem neuen Google-Dienst anfangen sollen?
Eine Antwort darauf will jetzt ein englischsprachiges Whitepaper „Google Buzz for Business“ der britischen Social Media-Agentur uberVU geben, dass business on zum Download anbietet. Es erklärt, was Google Buzz genau ist und wo der Unterschied zu anderen sozialen Netzwerken besteht. Statements von bekannten Social-Media-Experten aus den USA wie Steve Rubel, Charlene Li, Jeremiah Owyang, Pete Cashmore oder Jason Falls beleuchten das Potenzial des Dienstes. Außerden werden in der 26-Seiten-Schrift ein paar praktische Tipps & Tricks verraten und mögliche Anwendungsfelder für Unternehmen beschrieben. Es gibt danach gute Gründe für Firmen, sich bereits heute mit dem Thema zu beschäftigen.
Dazu zählen beispielsweise:
- Suchmaschinen-Optimierung und -Marketing (denn Postings bei Buzz finden sich in den Suchmaschinentreffern von Google weit oben).
- Customer Relationship Management (durch die enge Verknüpfung von Google Mail und Buzz eröffnet sich ein neuer Kommunikationskanal zu bestehenden Kunden, deren E-Mail-Adresse ein Unternehmen bereits besitzt - immerhin gibt es weltweit über 100 Millionen Google-Mail-Nutzer).
- Diskussion und Konversation mit Kunden und Interessenten (im Unterschied zu Twitter gibt es keine Beschränkung auf 140 Zeichen, so dass leichter Diskussionen entstehen. Die Dialoge verschwinden nicht so schnell wie bei Twitter oder sind nicht - wie bei Facebook - öffentlich zum Großteil unsichtbar). Auch Newsletter lassen sich sehr gut über Buzz verbreiten - und das multimedial mit Fotos, Tönen, Videos oder Dateianhängen.
- Mobile Angebote (Postings auf Google Buzz vom Mobiltelefon werden automatisch mit dem aktuellen Standort versehen. Neben dem Nachrichtenstrom der „Freunde“, wie man ihn aus Twitter oder Facebook kennt, gibt es in der Mobilversion von Google Buzz auch einen „Nearby Stream“. Auch wenn man einer Person nicht folgt, wird deren Aktivität in der Nähe angezeigt. Unternehmen können so besondere Serviceangebote direkt an Buzz-Nutzer in der Umgebung schicken.
Es spricht vieles dafür, dass sich Google Buzz als „niederschwelliges“ soziales Netzwerk sehr viel schneller als Twitter mit seinen mittlerweile gerade einmal weltweit 18 Millionen Nutzern entwickeln wird. Bereits heute ist der Dienst dank der Grundlage von Google Mail (theoretisch) schon fünfmal so groß. Und da es eine automatische Empfehlung von weiteren Buzz-Freunden mit Mail-Konten gibt, wächst das Netzwerk Tag für Tag rasant weiter. Neue Tools wie TW2BUZZ tragen dazu bei, die vorhandenen Twitter-Follower auf die neue Plattform herüberzuziehen.
Auf absehbare Zeit werden allerdings die unterschiedlichen sozialen Netzwerke weiter nebeneinander bestehen bleiben. Denn jedes hat seine spezifischen Stärken und Schwächen, wie das Whitepaper in einer detaillierten Übersicht sehr schön darstellt. Doch wer als Unternehmen keine Chance für die Kommunikation mit seinen Kunden und Interessenten verschenken will, muss sich nun auch mit den Marketingmöglichkeiten über Google Buzz befassen.
(Redaktion)
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