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Groß- und Außenhandel

Negativtrend: Krankmeldungen in norddeutschen Groß- und Außenhandelsbetrieben nehmen zu

Die Beschäftigten im norddeutschen Groß- und Außenhandel haben sich 2016 häufiger krankgemeldet als im Jahr zuvor. Auch die Bereitschaft den Job zu wechseln, ist gestiegen, bewegt sich aber auf niedrigem Niveau.

Im Durchschnitt fehlten die Angestellten aufgrund von Krankmeldungen im Jahr 2016 an 14,7 Arbeitstagen. Damit wurde der bisherige Höchststand aus 2015 mit 13,9 Tagen erneut übertroffen. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie des AGA Unternehmensverbandes, die am 19. Mai 2017 veröffentlicht wurde. Der Unternehmensverband führt diese Erhebung seit dem Jahr 1979 durch. Die niedrigste Fehlzeitenquote war demnach in den Jahren 2004 und 2005 mit 8,1 Tagen zu verzeichnen.

NORDDEUTSCHER GROSS- UND AUSSENHANDEL
Wirtschaftsbereich Groß- und Außenhandel umfasst in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein knapp 18.700 Unternehmen mit 248.000 Mitarbeitenden. Quelle: AGA Unternehmensverband

„Die weiter steigende Zahl an Krankheitstagen fordert Unternehmen und Beschäftigte zu ergründen, worin die Ursachen dafür liegen. Ziel muss es sein, durch Präventionsmaßnahmen die Krankheitstage zu reduzieren“, kommentierte Volker Tschirch, Hauptgeschäftsführer des AGA Unternehmensverbandes, die Zahlen in Hamburg. „Unternehmen können mit einem guten Betriebsklima und gezielten Schulungen für mehr Bewegung, ausgewogene Ernährung und guter Arbeitsorganisation den Stresslevel reduzieren und so die Krankheitstage senken. Sind Mitarbeiter häufig krank, müssen Kollegen deren Arbeit übernehmen. Das drückt auf die Stimmung.“

Zudem sei zu bedenken: „In den vergangenen vier Jahren ist die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage kontinuierlich gestiegen. Die Quote der Krankmeldungen, die unsere Unternehmen feststellen, liegt nun bei 5,8 Prozent nach 5,5 Prozent in 2015. Hierbei muss beachtet werden, dass Karenztage und Kurz-Krankheiten erfasst werden“, ergänzte Tschirch.

Fluktuation im norddeutschen Groß- und Außenhandel

Darüber hinaus hat der AGA die berufliche Wechselbereitschaft von Beschäftigten im Groß- und Außenhandel der norddeutschen Küstenländer untersucht. Die Fluktuationsrate 2016 betrug demnach 12,1 Prozent und lag damit deutlich höher als 2015 (10,2 Prozent). Damit hat rund jeder neunte Angestellte im vergangenen Jahr einen neuen Job angetreten oder ist in den Ruhestand gegangen.

Im Detail zeigt sich, dass 2016 rund 6,6 Prozent aller Mitarbeitenden im Groß- und Außenhandel von sich aus ihren Job gekündigt haben (2015: 4,4 Prozent). Die weiteren 5,5 Prozent der Angestellten sind aufgrund der sogenannten natürlichen Fluktuation (Rente, Wohnortwechsel uws.) aus ihrem Unternehmen ausgeschieden. „Auch wenn die Fluktuationsrate erneut gestiegen ist – sie bleibt auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Daraus ist abzuleiten, dass die Mehrheit der Beschäftigten mit ihrer Arbeit und ihrem Arbeitgeber zufrieden ist“, so Tschirch.

(Redaktion)


 


 

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