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Laserphysik an der Universität Hamburg

Grundstein für Neubau des Zentrums für Optische Quantentechnologien gelegt

Der Forschungscampus Hamburg-Bahrenfeld der Universität Hamburg wird um einen Neubau für das Zentrum für Optische Quantentechnologien (ZOQ) erweitert. Den Grundstein für das neue Zentrum haben Hamburgs Senatorin für Wissenschaft und Forschung, Dr. Herlind Gundelach, die amtierende stellvertretende Präsidentin der Universität Hamburg, Prof. Dr. Gabriele Löschper, und der zukünftige Leiter des ZOQ, Prof. Dr. Klaus Sengstock vom Institut für Laserphysik der Universität Hamburg, heute gelegt.

Mit dem 1280 qm großen Neubau soll der Exzellenzstandort der Physik in Hamburg weiter ausgebaut werden und Spitzenforschung im Bereich der Laserphysik in den Focus rücken. Das an der Universität Hamburg bestehende Fachwissen im Bereich Laserphysik und Photonik wird dabei gebündelt und mit einem innovativen, internationalen Gastwissenschaftlerprogramm kombiniert. Die Entwicklung und mögliche Anwendung optischer Quantentechnologien dient dazu, atomare, molekulare oder festkörperähnliche Systeme auf atomarer Skala zu untersuchen, zu kontrollieren und zu manipulieren. Das innovative Gastwissenschaftlerprogramm wird 60 - 80 internationalen Spitzenforschern die Möglichkeit geben, in Interaktion mit Wissenschaftlern vor Ort in eigenen Forschungslabors für begrenzte Zeit experimentelle Projekte durchzuführen zu können.

Finanziert wird der 9,2 Mio. Euro teure Neubau durch das Land Hamburg und den Bund. Der Bund beteiligt sich auf Empfehlung des Wissenschaftsrates wegen des herausragenden Konzeptes des ZOQ mit Investitionsmitteln für Forschungsbauten in Höhe von rund 3,2 Mio. Euro. Es wird von einer Bauzeit für das Projekt von 20 Monaten ausgegangen. Die Fertigstellung ist für Dezember 2010 geplant. 

Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach: „Das ZOQ verbindet hochkarätige Spitzenforschung mit theoretischen und experimentellen Methoden und schafft ein besonders Impuls gebendes Arbeitsumfeld. Ich verspreche mir völlig neuartige Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der optischen Quantentechnologien. Das Konzept des Forschungsbaus hat darüber hinaus Modellcharakter und wird als eine Art „User Facility“ für diesen Bereich der Physik international einmalig sein. So können wir insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Hamburg kann seine schon jetzt hervorragende Stellung im Bereich der Physik mit dem Zentrum für Quantentechnologien weiter ausbauen und sich zum Exzellenzstandort der Physik in Deutschland entwickeln.“

Die amtierende stellvertretende Präsidentin der Universität Hamburg, Prof. Dr. Gabriele Löschper: „Der Bereich Laserphysik und Photonik ist ein wichtiger Teil unseres Forschungsschwerpunkts „Materie und Universum“, dessen Weiterentwicklung wir in unserem Struktur- und Entwicklungsplan festgeschrieben haben. Unsere wissenschaftliche Arbeit auf diesem Gebiet ist bereits heute weltweit sehr anerkannt. Voraussetzung für den weiteren Ausbau sind selbstverständlich entsprechende Räumlichkeiten. Umso mehr freut es mich, dass mit der heutigen Grundsteinlegung die Realisierung unseres Zentrums für Optische Quantentechnologie einen großen Schritt näher rückt. Ich bin überzeugt davon, dass hier für die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den internationalen Austausch in Forschung und Lehre beispielhafte Voraussetzungen entstehen werden. Wir freuen uns auf den Tag, an dem wir das Gebäude einweihen können.“
 

Das Forschungsprogramm des ZOQ bündelt bestehende international besonders ausgewiesene Expertise aus den zentralen Bereichen Quantenoptik, Laserphysik, Ultrakurzzeitphysik und Rastersondenmethoden in Hamburg. Sowohl experimentell als auch auf dem Gebiet der theoretischen Physik arbeitende Gruppen werden gemeinsam mit den Gastwissenschaftlern und Studierenden aktuellste Fragestellungen der obigen Themenbereiche bearbeiten. So können neue, zukunftsweisende Projekte zur gezielten Manipulation atomarer und molekularer Ensembles an den Grenzen des physikalisch möglichen, d.h. an den quantenmechanischen Limits entwickelt und voran getrieben werden.
 
Der Forschungscampus der Universität Hamburg in Hamburg-Bahrenfeld steht in enger Kooperation mit dem Deutschen Elektronen Synchrotron (DESY) sowie den Max-Planck-Gruppen des „Center for Free Electron Laser“ (CFEL) und gehört zu den international führenden Zentren in diesem Bereich der Physik. Wichtige Anwendungsfelder sind neue Systeme für die Quanteninformationsverarbeitung, neue Präzisionsmessungen in der Physik und neuartige Lasersysteme. 
 

(Behörde für Wissenschaft und Forschung)


 


 

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