Sie sind hier: Startseite Hamburg Aktuell News
Weitere Artikel
GreenPort Congress

Häfen stellen sich „grünen“ Herausforderungen

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) und die Hamburg Port Authority (HPA) ziehen ein positives Fazit des GreenPort Congress in Hamburg. Zwei Tage lang haben rund 200 Experten aus fast 30 Ländern über nachhaltiges Hafenmanagement diskutiert.

„Es ist keine Frage, ob Häfen umweltfreundlicher werden müssen, sondern nur wie und mit welchen Konzepten. Das Hafenmanagement nimmt hier eine zentrale Rolle als Bindeglied zwischen der Maritimen Wirtschaft und gesellschaftlicher Interessen ein“, fasst Patrick Verhoeven, Generalsekretär des Verbandes der europäischen Seehäfen (ESPO) den Kongress zusammen.

„Es gibt eine Vielzahl sehr interessanter Projekte, Häfen zukünftig umweltfreundlicher zu gestaltet. Gleichzeitig haben wir auch gesehen, dass wir unsere Anstrengungen in diesem Bereich noch weiter steigern müssen“, so Wirtschaftssenator Frank Horch. „Ich war froh zu sehen, dass Hamburg sich im internationalen Vergleich aber nicht verstecken braucht. Der Hamburger Hafen nutzt seine Ressourcen sehr effektiv. Insbesondere der Einsatz von neuen Techniken wie beispielsweise bei der Verkehrssteuerung trägt hierzu bei“, so Horch. „Gleichzeitig habe ich aber auch festgestellt, dass wir mehr Kommunikation zwischen Hafen und Stadt aber auch den Umweltorganisationen brauchen, um den Hafen nachhaltig zu entwickeln. Hier sind andere Häfen weiter als wir. Mit dem breit angelegten Dialog zur Hafenentwicklungsplanung sind wir aber auf dem richtigen Weg“, so Horch.

Ein großes Thema des Kongresses war der Umgang mit Schiffsemmissionen. Im Fokus dabei, alternative Kraftstoffe wie beispielsweise Flüssiggas. „Wir sind uns einig, dass unsere Verantwortung für die Umwelt nicht an der Hafengrenze endet“, so HPA-Geschäftsführer Jens Meier. „Wir müssen gemeinsam Anregungen schaffen, den Schadstoffausstoß zu reduzieren. Sowohl innerhalb der Häfen, aber auch darüber hinaus.“ Die HPA wird daher in den kommenden Monaten intensiv an Konzepten zur Nutzung von Flüssiggas und Wasserstoff arbeiten. „Wir haben in den vergangenen Tagen, wertvolle Anregungen erhalten. Es ist aber auch deutlich geworden, dass hier noch viel Entwicklungsarbeit notwendig ist. Die Experten haben klar gemacht: jeder Hafen ist einzigartig. Das bedeutet, dass wir uns gemeinsam Ziele setzen und Ideen austauschen. Vor Ort muss dann aber jeder Hafen im Rahmen seiner Besonderheiten eigene Umsetzungskonzepte erarbeiten“, so Meier.

Nachhaltigkeit im Hamburger Hafen

Innerhalb der HPA koordiniert seit zwei Jahren der Bereich Umweltstrategie die umweltrelevanten Tätigkeitsfelder des Unternehmens. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, den Verkehrsfluss weiter zu optimieren. So setzt die HPA darauf, die Hafenbahn weiter zu stärken. Der Hamburger Hafen ist der bedeutendste Eisenbahnhafen Europas. Über 30 Prozent aller Hinterlandverkehre laufen über die Hafenbahn. Die HPA hat in den vergangenen Jahren stark in die Gleisinfrastruktur investiert, um diesen Anteil weiter zu steigern. Damit auch der Straßenverkehr besser fließt, hat die HPA begonnen, ein neues IT-System einzuführen. Ziel ist, den Verkehrsfluss zu verbessern, Staus zu vermeiden und damit eine wirtschafts- und umweltfreundlichere Situation auf den Straßen im Hafen zu schaffen.

Grundlage dafür sind moderne Steuerungssysteme. Die HPA hat daher ihre IT-Netze zusammengeführt, um zukünftig die unterschiedlichen Verkehrsträger auch übergreifend steuern zu können. Zusätzlich konnte so der Energieverbrauch des HPA-Netzes gesenkt werden.

Emissionen verringern

Ein weiteres zentrales Thema ist, Emissionen zu vermindern. Die HPA-eigene Schiffsflotte fährt daher seit 2009 mit schwefelfreiem Treibstoff. Zusätzlich sind sowohl die eigenen Anlegeplätze als auch die öffentlichen Liegeplätze für Binnenschiffe und Fähren mit Landstromanschlüssen ausgerüstet.

Gleichzeitig bietet die HPA Anreize für ihre Kunden, möglichst wenig Schadstoffe freizusetzen. Seit Juli 2011 gibt es eine Umweltkomponente auf das Hafengeld für Seeschiffe. Die Hafenbahn belohnt den Einsatz umweltfreundlicher Rangierloks. Diese erhalten einen Rabatt auf die Hafenbahnentgelte, wenn sie über einen Rußfilter verfügen. Momentan werden 16 derartige Rangierloks im Hamburger Hafen eingesetzt.

(ots/ HPA)


 


 

HPA
Hamburger Hafen
Häfen
Anregungen
Hafenbahn

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "HPA" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: