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Körperscanner am Hamburg Airport im Probebetrieb

Die Bundespolizei testet seit heute zwei Körperscanner an der Sicherheitskontrolle von Hamburg Airport. Passagiere können sich frei entscheiden, ob sie durch die normale Torsonde gehen möchten oder durch die neuen Körperscanner.

Seit heute haben alle Fluggäste am Hamburg Airport die Wahl: Vor Betreten der Sicherheitskontrolle können sie entscheiden, ob sie durch einen der beiden frisch installierten Körperscanner oder durch die klassische Torsonde gehen möchten. Die neuen Körperscanner sind für einen umfangreichen Feldtest vom Bundesinnenministerium und von der Bundespolizei am Flughafen installiert worden. Die Tests werden voraussichtlich sechs Monate dauern. Optisch erinnern die Scanner an eine große Kabine. Mittels Millimeterwellen, die zwischen Mikrowellen und Infrarot liegen, wird festgestellt, ob ein Reisender in oder unter der Kleidung Gegenstände mit sich führt. Im Gegensatz zu den klassischen Torsonden können die Körperscanner auch nichtmetallische Gegenstände, wie zum Beispiel Sprengstoff, auffinden. Im Gerät selbst hält der Reisende die Arme drei Sekunden lang über den Kopf. Auf einem Bildschirm wird dem Sicherheitspersonal an einem abstrakten Piktogramm – ähnlich einem Strichmännchen - angezeigt, ob und wo eine Nachkontrolle von Hand notwendig ist.

Ist dies der Fall, kontrolliert der Luftsicherheitsassistent die auf dem Bildschirm angezeigte Stelle. Sobald die Kontrolle beendet ist, werden die erhobenen Daten gelöscht und der Passagier geht in die Airport Plaza. Daten werden nicht gespeichert. Röntgenstrahlen, so das Bundesinnenministerium, werden bei diesem technischen Verfahren nicht eingesetzt.

Bei der herkömmlichen Kontrolle per Torsonde erfolgt nach Erklingen eines Signaltons übrigens eine komplette Nachkontrolle per Hand „von Kopf bis Fuß“ durch den Luftsicherheitsassistenten. Bei Einsatz des Körperscanners erfolgt nur eine punktuelle Nachkontrolle.

Für Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hamburg Airport, ist der Test von großer Bedeutung für alle deutschen Flughäfen: „Der Körperscanner ist eine neue, fortschrittliche Technologie. Ziel ist, das Reisen komfortabler und schneller zu machen und die Sicherheit für die Passagiere weiter zu steigern. Getestet werden auch die betrieblichen Abläufe, die Bequemlichkeit für die Passagiere und die Schnelligkeit der Kontrollen. Es darf nicht sein, dass die Kontrollen länger dauern als bisher.“

Am Flughafen Zürich wurde nach einem sechswöchigen Körperscanner-Test im Sommer dieses Jahres ein positives Resümee gezogen. Rund 4.800 Passagiere und Flughafenmitarbeiter seien während der Testphase mit dem Scanner sicherheitsgeprüft worden. „Wir haben gute Erfahrungen mit den Tests gemacht. Die Akzeptanz bei den Reisenden war sehr hoch“, sagt Rolf Blöchliger, Project Manager bei der Abteilung Safety & Security am Flughafen Zürich.

(ots / Hamburg Airport)


 


 

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