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Hamburger Designwettbewerb

Hamburg sucht junge Botschafter für den Fairen Handel

Fair sein – oder Design? Das ist nach dem 1. Designwettbewerb für Hamburger Schulen zum Fairen Handel nicht mehr die Frage. 120 Schülerinnen und Schüler von 13 Hamburger Schulen haben mit ihren trendigen Entwürfen bewiesen: Design kann fair sein. Und fair sein ist Trend. Mit fair gehandelten Klamotten zeigen Jugendliche sich gern - vor allem, wenn die auch noch so cool aussehen wie die preisgekrönten Entwürfe.

„Die Jugendlichen zeigen mit ihren kreativen Arbeiten, wie gut Stil und Inhalt verbunden werden können“, sagte Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Christa Goetsch. „Die Hamburger Schülerinnen und Schüler sind sich der Fairness und Verantwortung gegenüber Menschen in anderen Ländern bewusst. Darüber freue ich mich ganz besonders.“

Der erste Preis geht an Alexander Seidel, Schüler der 12. Klasse der Wichernschule. Seinem Motiv, einer ockerfarbenen Tasche, aus der sich ein schwarzes Wollknäuel heraus wickelt, traute die Jury um die Moderatorin Julia Westlake und die Designerin, Künstlerin und Professorin an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Renata Brink sogar zu, ein Verkaufsschlager zu werden. Die Tasche stehe „für den Konsum, das Tragen in seiner vielschichtigen Bedeutung“, heißt es in der Begründung der Jury, der schwarze Wollfaden symbolisiere „Verwicklungen und Härte des Handels“. Gestaltung und Farben seien „trendy und stylish“. 100 T-Shirts mit dem Gewinnermotiv können für 14.90 € im Süd-Nord-Kontor (Stresemannstr. 374, Altona), bei der Neueröffnung des Weltladen Osterstraße (ab 11.Juli, Osterstraße 171, Eimsbüttel) und online unter www.pan-germany.org erstanden werden. Der Erlös kommt dem Fairen Handel zugute.  

Den zweiten Platz machten drei Schülerinnen der Gewerbeschule für Holztechnik, Textil und Bekleidung mit einem symbolträchtigen roten Faden, der sich in Form der Hamburger Skyline durchs Bild zieht. Dritte wurde Janina Padrock von der Wichernschule mit einem Hamburger Wasserträger, der einer afrikanischen Frau die Hand reicht, „ein Handel in Augenhöhe“, wie die Jury urteilte.
 

Auf die Gewinner warten Schnupperpraktika bei der Designagentur Delikatessen, von der die ursprünglichen Motive auf den T-Shirts stammen, sowie bei der Finkenwerder Druckerei „Gräserdruck“, die einen Teil des Drucks der Gewinnermotive auf öko-faire T-Shirts sponsert und ausschließlich mit ökologischen Farben arbeitet.
 

„Gewonnen haben bei dieser Aktion aber letztlich alle“, sagte Dr. Friderike Seithel, Koordinatorin der Aktion „hamburg mal fair“. „Die Schülerinnen und Schüler, deren Werke hier alle ausgestellt wurden, die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Baumwollplantagen und die Näherinnen in den Textilfabriken mit ihren Familien. Aber auch die Hamburger, die mit ihrem Kauf der T-Shirts dazu beitragen können, dass die Wichtigkeit eines von Fairness geprägten weltweiten Handels sich tief ins Bewusstsein aller einprägt.“ Die Aktion „hamburg mal fair“ geht damit erfolgreich ins vierte Jahr. Angefangen hatte alles mit fair gehandelten Fußbällen zur WM 2006. Im Jahr 2007 gab es die „Lizenz zum Fair-Naschen“ mit Schokoagenten und fair gehandelter Schokolade. 2008 wurden die fairen Hamburg-T-Shirts entworfen, die über das Süd-Nord-Kontor und Hamburger Weltläden vertrieben werden. Im Jahr 2009 kam der neue Apfel-Mango-Saft hinzu, der mit Äpfeln aus der Region und Mango - Püree von den Philippinen die Aspekte fair, ökologisch und regional verdeutlicht. Vier Projekte, die Schule machen sollen, wie Friderike Seithel verkündet:

„Ab sofort suchen wir engagierte Jugendliche, die wir als Botschafterinnen und Botschafter des Fairen Handels ausbilden und mit denen wir gemeinsam ein Jahr lang kreative Ideen umsetzen wollen.“

Bewerben können sich interessierte Schüler- und Konfirmandengruppen (ab 15 Jahren).  

Zum Aktionsbündnis „hamburg mal fair“ gehören der Verein Mobile Bildung, die Kampagne für Saubere Kleidung, das Eine Welt Netzwerk Hamburg, das Pestizid Aktions-Netzwerk, das Süd-Nord-Kontor, die Arbeitsstelle Weitblick und der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg.

Pressestelle des Senats

(Redaktion)


 


 

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