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Hamburger Arbeitsmarktbarometer

Personalmangel bleibt ein akutes Thema

Passende Arbeitskräfte zu finden, gestaltet sich für Hamburgs Wirtschaft auch im Herbst 2013 schwierig. Laut einer aktuellen Umfrage der Handelskammer zur Geschäfts- und Personallage kann etwa jedes vierte Unternehmen derzeit offene Stellen innerhalb von zwei Monaten nicht besetzen.

Das Hamburger Arbeitsmarktbarometer basiert auf repräsentativen Konjunkturumfragen der Handelskammer, an der sich für das dritte Quartal 2013 insgesamt 704 Unternehmen beteiligten. Demnach trifft das Problem, die richtigen Arbeitskräfte in angemessener Zeit zu finden, verstärkt zwei Branchen: „Der Anteil unternehmensbezogener Dienstleister und in der Gastronomie tätiger Firmen ist mit rund 40 beziehungsweise 45 Prozent überdurchschnittlich hoch“, sagt Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer. Keine Probleme bei der Stellenbesetzung meldeten hingegen rund 38 Prozent der befragten Hamburger Unternehmen, knapp 35 Prozent gaben an, momentan keinen Personalbedarf zu haben.

Die größten Risiken für die Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten sahen etwa 29 Prozent der Umfrageteilnehmer im Fachkräftemangel. Um dem personellen Engpass entgegenzuwirken, wolle die Mehrheit der befragten Unternehmen verstärkt in Weiterbildung und Ausbildung investieren. „Der beste Weg den eigenen Fachkräftebedarf zu sichern, ist es, selbst aktiv auszubilden“, so Schmidt-Trenz. Die Erfahrung zeige, dass Mitarbeiter, die im eigenen Betrieb eine duale Ausbildung absolvierten, meist eine höhere emotionale Verbundenheit zu ihrem „Lehrbetrieb“ hätten, als von außen Angeworbene.

Die regelmäßige und bedarfsgerechte Fortbildung der eigenen Mitarbeiter, auch die der älteren Kollegen, hält der Kammer-Hauptgeschäftsführer im Hinblick auf die demografische Entwicklung für sehr bedeutsam. Gut 40 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, das betriebsinterne Wissen zu sichern, beispielsweise durch altersgemischte Teams. Als zweit- und dritthäufigste Maßnahme angesichts der zunehmenden Alterung der Belegschaft wurden „Aktivitäten zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter“ und „flexible Arbeitszeiten“ genannt.

(Redaktion)


 


 

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