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Hamburger Ausbildungsreport 2009

Höchster Zuwachs an neuen Ausbildungsverträgen im Jahr 2008 – wirtschaftliche Lage erfordert weitere Anstrengungen. Mit einem Ausbildungsreport 2009 hat die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) erstmals seit 2001 wieder einen Überblick über Ausbildung und Arbeitsmarktchancen Jugendlicher in Hamburg vorgelegt.

„Wir liegen im Berichtsjahr 2008 beim Zuwachs von Ausbildungsverträgen zwar bundesweit vorne, müssen aber die Berufschancen benachteiligter Jugendlicher weiterhin verbessern“, sagte Schulsenatorin Christa Goetsch.

Daher entwickele die BSB mit dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung eine Neuausrichtung des Übergangssystems Schule–Beruf als Teil der Schulreform. Die Behörde folgte dem Ersuchen der Bürgerschaft nach einem jährlichen Ausbildungsreport über bildungspolitische Themen, die Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt und die Anstrengungen zur Verbesserung der Ausbildungssituation.

Hamburg erreichte 2008 mit 14.862 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen einen Höchststand, wie er zuletzt Anfang der 1990er Jahre registriert wurde. Im Zuständigkeitsbereich der Handelskammer Hamburg wurde sogar das zweitbeste Ergebnis seit Erscheinen des Berufsbildungsberichts der Bundesregierung (1977) erzielt. Die Neueintritte in die Vollzeitangebote der beruflichen Schulen, darunter die Berufsvorbereitungsschule, gingen erneut zurück. Der Landesausschuss für Berufsbildung betonte in seiner Stellungnahme zum Ausbildungsreport, die günstige Entwicklung biete keinen Anlass, „sich beruhigt zurückzulehnen“. Der attraktive Hamburger Ausbildungsmarkt ziehe zwar zahlreiche hochqualifizierte Jugendliche aus anderen Bundesländern an; dagegen werde nur knapp die Hälfte der Ausbildungsplätze mit Hamburger Jugendlichen besetzt. Zudem rechneten das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und die Zentralverbände der Wirtschaft wegen der Wirtschaftskrise bereits 2009 bundesweit mit einem signifikanten Rückgang der Ausbildungsaktivität.

Senatorin Christa Goetsch: „Die Probleme auf dem Lehrstellenmarkt können gelöst werden, wenn alle Beteiligten gemeinsam agieren und alle Möglichkeiten zur Stabilisierung des Ausbildungsangebots genutzt werden.“ So finanzierte allein die Behörde für Schule und Berufsbildung 735 Ausbildungsplätze ganz oder teilweise. „Auch in diesem Jahr werden wir gemeinsam mit der Behörde für Wirtschaft und Arbeit, der Agentur für Arbeit Hamburg, team.arbeit.hamburg und den Partnern in der Hamburger Wirtschaft alle Möglichkeiten ausschöpfen, um möglichst allen Hamburger Jugendlichen eine seriöse Ausbildungsperspektive zu eröffnen“, so Senatorin Goetsch.  

Der Ausbildungsreport nimmt die Forderung des BIBB und der Wirtschaftsministerkonferenz  nach einer Verbesserung der Ausbildungsstatistik auf, die Antworten auf relevante Fragen der Berufsbildung gibt.

Der Ausbildungsreport 2009 beleuchtet unter anderem

  • Die strukturellen Besonderheiten des Hamburger Ausbildungsmarktes
  • Maßnahmen und Vorhaben zur Verbesserung der Ausbildungssituation
  • Sicherung einer wettbewerbsfähigen Berufsausbildung
  • Bilanz und Ausblick für Hamburg.

Behörde für Schule und Berufsbildung

(Redaktion)


 


 

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