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Yvonne Bernbom: „Die Hamburger Kulturvielfalt bietet europaweit Einzigartiges“

Oper in 90 Minuten, Bistro und schönster Hafen-Elbblick – das Opernloft hat Ende 2018 im Alten Fährterminal in Hamburg-Altona seine neue Spielstätte eröffnet. Yvonne Bernbom ist Sängerin; Musikpädagogin und Geschäftsführerin der gemeinnützigen Kultureinrichtung. Im Interview mit Business-on.de gibt die 43-Jährige Einblicke in den Spielbetrieb und spricht darüber, was sie mit Hamburg verbindet.

Business-on.de: Was schätzen Sie an Hamburg?

Yvonne Bernbom: Die Hamburger Kulturvielfalt mit ihren unterschiedlichen Privattheatern und deren Angeboten begeistert mich sehr. Diese Angebote, ergänzt durch das Programm unserer Staatstheater und der Elbphilharmonie sind europaweit einzigartig und machen Hamburg zur schönsten Stadt.

Business-on.de: Seit wann sind Sie in der Kulturwirtschaft tätig?

Yvonne Bernbom: Ich habe vor 17 Jahren, direkt nach meinem Studium in Hamburg und Detmold, gemeinsam mit Inken Rahardt das Junge Musiktheater Hamburg als Geschäftsführerin gegründet. 2007 haben wir als Dreierteam mit Susann Oberacker das Opernloft für Hamburg eröffnet.

Business-on.de: Nach mehrjähriger Suche hat das Opernloft im Alten Fährterminal Altona eine neue Heimat gefunden. Welche Vorteile hat der neue Standort des Opernlofts für Ihren Spielbetrieb?

Yvonne Bernbom: Die Lage ist einzigartig: Elbblick, eine eigene große Terrasse direkt am Wasser und nahe der Gourmetmeile Große Elbstraße gelegen. Auch vom Saal aus ist die Elbe in all ihrer Pracht zu sehen – die Kunstform Oper wird bei uns zu einem Gesamtevent, denn neben unseren „Opern in kurz“ und dem unvergleichlichen Ambiente bieten wir auch eine Bar und ein Bistro, dessen Spezialität die Flammkuchen sind.

Business-on.de: Haben Sie eine Lieblingsaufgabe in Ihrer Einrichtung?

Yvonne Bernbom: Es gibt nicht die eine Lieblingsaufgabe, weil meine Arbeit im Opernloft sehr vielfältig ist. Der Kontakt und die Gespräche mit unseren Gästen machen mir Spaß und stellen mich immer mal wieder vor neue Herausforderungen. Dazu gehören auch Herausforderungen wie eine plötzlich ausfallende Heizung im Winter oder ähnliches. Da ist oft Improvisationstalent gefragt.

Business-on.de: Worauf sind Sie besonders stolz, wenn Sie an Ihr Team denken?

Yvonne Bernbom: Wir arbeiten alle gemeinsam an unserem Ziel, die Menschen für die Oper zu begeistern und ihnen einen schönen Abend zu bereiten. Diese Aufgabe erfüllt mein Team mit Bravour.

Business-on.de: Was ist aus Ihrer Sicht zurzeit die spannendste positive Entwicklung in der Hamburger Kulturlandschaft?

Yvonne Bernbom: Die prozentuale Erhöhung der Subvention für die Hamburger Privattheater.

Business-on.de: Welche ist die größte Herausforderung in den kommenden Monaten?

Yvonne Bernbom: Wir versuchen, die Gäste des Opernlofts zu binden sowie mehr Menschen zu erreichen und für die Oper zu begeistern. Wir tun alles, um unseren Gästen ein Gesamterlebnis zu bieten. Diese Aufgabe immer neu zu gestalten und im Trend zu bleiben, ist eine echte Herausforderung.

Business-on.de: Wie wichtig ist für Sie berufliches Netzwerken? Wie nutzen Sie es?

Yvonne Bernbom: Wir versuchen, in die Stadt hinein zu kommunizieren, vernetzen uns mit anderen Theatern und freuen uns über jeden neuen Kontakt, den wir pflegen können. Frei nach dem Motto: Mache Kunst und rede darüber.

Business-on.de: Welcher ist Ihr Lieblingsort in Hamburg?

Yvonne Bernbom: Mein neuer Lieblingsort ist die Terrasse im Opernloft. Noch ist sie nicht fertig in Stand gesetzt, aber wir haben feste Pläne, wie sie einmal werden soll: Ein Traumplatz für alle Hamburgerinnen und Hamburger.

Business-on.de: Wenn Sie einen Tag lang die Fäden der Stadt ziehen dürften, welche längst überfällige Maßnahme würden Sie umsetzen?

Yvonne Bernbom: Ich würde durchsetzen, dass alle Politiker Hamburgs verpflichtet werden, mindestens einmal im Monat ein Hamburger Theater zu besuchen. Es muss wieder in die Köpfe der Menschen kommen, dass Kultur nicht nur ein Individualvergnügen ist, sondern wichtig für die Gesellschaft.

Business-on.de: Beenden Sie diesen Satz: „Wenn ich nicht in Hamburg wäre, dann wäre ich …“

Yvonne Bernbom: ... in Timmendorf an der Ostsee, um die Seele baumeln zu lassen und meinem Hund etwas Gutes zu tun.

Business-on.de: Vielen Dank für das Interview!

(Das Interview führte Tanja Königshagen)


 


 

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