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Seegüterumschlag

Spürbares Wachstum für den Hamburger Hafen

Asien: Wichitger Partner für Hamburg

Im Containerumschlag befindet sich das für Hamburg aufgrund seines Volumens besonders wichtige Fahrtgebiet Asien, zu dem auch China als der mit Abstand bedeutendste Marktpartner des Hamburger Hafens zählt, mit einem Gesamtumschlag von 2,2 Millionen TEU (+6,9 Prozent) wieder deutlich auf Wachstumskurs. Hamburg ist nach wie vor in Europa der führende Umschlagplatz im Containerverkehr mit Asien und China. Ein bedeutender Teil dieser Container wird als Transhipment-Ladung über die Drehscheibe Hamburg per Feederschiff in die Ostseeregion transportiert.

Im Gegensatz zu den westlichen Feeder- und Short Sea-Destinationen, die via Hamburg bedient werden und für die ersten sechs Monate des Jahres bereits Zuwachsraten zwischen 3,6 und 9,5 Prozent zeigen, ist der Containerumschlag bei den Verkehren nach Skandinavien und den übrigen Ostseestaaten im Feederverkehr noch mit 9,5 und 3,7 Prozent im Minus. Hier konnte auch die sehr gute Entwicklung im seeseitigen Außenhandel Russlands, der im ersten Halbjahr im Containerverkehr mit 191.000 TEU via Hamburg um 15,7 Prozent zulegte, die krisenbedingten Einbrüche im Containerverkehr mit den übrigen Ostseestaaten nicht ausgleichen.

Die Umschlagmengen des zweiten Quartals zeigen bereits für einige dieser Ostseedestinationen wieder eine Aufwärtsentwicklung. Russland bleibt unverändert Hamburgs bedeutendster Handelspartner im Europa-Containerverkehr und drittstärkster Handelspartner im weltweiten Containerverkehr Hamburgs.

Massengutumschlag verzeichnet starkes Plus 

Der Massengutumschlag, der in den ersten sechs Monaten in Hamburg ein Ergebnis von 19,7 Millionen Tonnen erreichte, befindet sich mit einem Zuwachs um 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf deutlichem Wachstumskurs. Besonders der Import von Eisenerz, der durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise im letzten Jahr hart getroffen wurde, hat sich schnell erholt und brachte das Segment Greifergut auf ein Ergebnis von 9,6 Millionen Tonnen (+61,4 Prozent). Der Erzimport, der im ersten Halbjahr 2009 auf 1,4 Millionen Tonne zurückging, kletterte in den ersten sechs Monaten 2010 auf 4,7 Millionen Tonnen. Dies entspricht einem Zuwachs um 243 Prozent.

Der Sauggutumschlag, vor allem bestimmt durch den Umschlag von Agribulk, konnte sein sehr gutes Vorjahresergebnis nicht halten und verzeichnet im ersten Halbjahr 3,3 Millionen Tonnen (-19 Prozent).Der Bereich Flüssigladung blieb mit 6,8 Millionen Tonnen 4,8 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Plus von etwa acht Prozent erwartet

Unter der Voraussetzung eines weiterhin anhaltenden positiven Weltwirtschaftsklimas erwartet Claudia Roller 2010 beim Gesamtumschlag für den Hamburger Hafen mit rund 119 Millionen Tonnen ein Plus von etwa acht Prozent. Für den Containerumschlag geht Roller von rund 7,7 Millionen TEU aus (+9 Prozent). Eine so schnelle Aufwärtsentwicklung im Seegüterumschlag in Hamburg hat die Hafenwirtschaft nicht erwartet. Es wirkt sich jetzt positiv aus, dass die von den Hafenunternehmen und der Hamburg Port Authority (HPA) vor der Krise begonnenen Modernisierungs- und Ausbauinvestitionen in Terminals und Infrastruktur nicht gestoppt wurden.

Der Hafen ist somit für die wieder wachsenden Gütermengen im Stückgut und Massengutsektor, die z.B. durch neue Liniendienste und die vermehrt in Fahrt gehenden Großcontainerschiffe sowie die in der Massengutfahrt eingesetzten Bulker transportiert werden, sehr gut vorbereitet.

(ots / HHM)


 


 

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