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Auf zu den Sternen – Wiedereröffnung des Hamburger Planetariums

Das Planetarium im Hamburger Stadtpark öffnet nach 18 Monaten Umbauphase wieder seine Türen. Die Besucher erwartet ein komplett saniertes Haus mit barrierefreiem Zugang, erweiterten Foyerflächen und neuem Gastronomieangebot sowie modernster Technik auf Weltniveau.

Das Planetarium Hamburg feiert am 14. Februar die Wiedereröffnung im Rahmen einer Festveranstaltung mit geladenen Gästen. Bereits ab dem 17. Februar 2017 beginnt der Spielbetrieb.

Himmlisches Theater auf Weltklassenivau

Schöner, moderner und spannender denn je präsentiert sich das neue Sternentheater. Große Begeisterung der Beteiligten war herauszuhören, als sie das umgestaltete Planetarium im Rahmen einer Presseveranstaltung am 13. Februar vorstellten. Als „Arena für unsere Träume und Sehnsüchte, in der Entdeckungsreisen möglich sind“, bezeichnete Hamburgs neuer Kultursenator Dr. Carsten Brosda das Planetarium. Er betonte, dass das Haus, das bereits vor dem Umbau mit mehr als 300.000 Besuchern jährlich Deutschlands erfolgreichstes Planetarium war, jetzt Weltklassestandard habe. Harald Rösler, Leiter des Bezirksamtes Nord, zu dem Stadtpark und Wasserturm gehören, würde angesichts dieser „Eröffnung des modernsten Planetariums der Welt im altehrwürdigen Stadtpark“ – so er die Befugnisse hätte – gar eine Feiertag für den Bezirk Nord ausrufen.

„Das Planetarium Hamburg ist nun mehr denn je ein einzigartiges und faszinierendes Theater, in dem Menschen jeden Alters erstaunliche Geschichten erleben, die sie mit der Herkunft und Zukunft unserer Welt verbinden“, sagte Thomas W. Kraupe, der Direktor des Hamburger Sternentheaters. „Wir freuen uns, unseren Gästen nach der Wiedereröffnung mehr Platz und vor allem eine höhere Aufenthaltsqualität in unserem nun barrierefreien Haus bieten zu können“, so Michael Jenke, kaufmännischer Geschäftsführer des Planetarium Hamburg.

Erlebbares Denkmal Wasserturm

Anderthalb Jahre – seit Anfang August 2015 war das Haus geschlossen – hat die aufwendige Sanierungs- und Umbauphase des Planetariums in dem mehr als hundert Jahre alten, denkmalgeschützten Wasserturm gedauert. Insgesamt konnte die nutzbare Fläche um 1.200 Quadratmeter erweitert werden. So wurde der unter dem bisherigen Erdgeschoss liegende Sockel des Wasserturms entkernt. Dadurch konnte eine neue Ebene geschaffen und das Foyer um das siebenfache Volumen vergrößert werden. Dabei habe man das treppenförmige Fundament absichtlich so gelassen, um der Bedeutung eines erlebbaren Denkmals gerecht zu werden, sagte Michael Jenke. Von unten haben die Besucher einen freien Blick auf das von Dorothea Maetzel-Johannsen entworfene und von Heinrich Groth im Jahre 1930 ausgeführte Deckengemälde mit Sternbilddarstellungen. Neu sind auch Shop, Ausstellungsfläche, WC-Anlagen, Garderobe, Schließfächer, Haustechnik-Keller und Büros für die Mitarbeiter, die sich im äußeren Ring des Wasserturms befinden.

Gastronomie mit Außenterrasse

Teil des neu gestalteten Planetariums ist außerdem das neue Café mit angeschlossenem Außenbereich. „Wir freuen uns darauf, unseren Gästen atemberaubende Eindrücke im Sternensaal gepaart mit kulinarischen Genussmomenten im Café Nordstern zu bieten“, sagte Christoph Meyer, Unit Manager des internationalen Caterers Kofler & Kompanie Hamburg, die den Zuschlag für den Betrieb des Cafés erhalten haben.

Barrierefrei vom Stadtparkniveau bis zur Aussichtsplattform

Das Planetarium ist barrierefrei erreichbar – vom Stadtparkniveau bis zur Aussichtsplattform in 45 Metern Höhe. Über einen gläsernen Aufzug oder über zwei neue, geschwungene Treppen erreichen die Gäste den oberen Bereich des Foyers, wo sich im Ausstellungsbereich interaktive Lerntische und Großbildschirme des zukünftigen Weltraumlabors „SpaceLab“ befinden. Dort lassen sich neueste Bilder aus dem All analysieren oder auch die Geschichte des Planetariums und des Stadtparks verfolgen. Von dort gelangen die Besucher zum Sternensaal mit neu gepolsterten Liegesesseln und modernster Technik.

Modernste Technik: 8K-3D-Bild in Kombination mit 3D-Ton

Die technische Ausstattung im Sternensaal wurde auf modernstes Niveau gebracht. Ein Zeiss-Projektor wirft nun brillante Bilder in 8K-Qualität (zum Vergleich: gängig ist derzeit noch 4K-TV-Bildschirmauflösung) auf die 21 Meter durchmessende Projektionskuppel. 8K-Bilder sind mit rund 40 Millionen Bildpunkten viermal schärfer und viermal heller und können sogar in stereoskopischem 3D mit 60 Bildern pro Sekunde und pro Auge gezeigt werden. Damit ist das Hamburger Sternentheater das weltweit erste Planetarium, welches Veranstaltungen mit 8K-3D-Bild in Kombination mit 3D-Ton bietet. Es werde aber weiterhin auch den Sternenhimmel mit all seinen Sternenbildern, die „Kronjuwelen“ des Planetariums zu sehen geben, so Thomas Kraupe.

Beim 3D-Sound sorgen rund 70 im gesamten Sternentheater verteilte Lautsprecher dafür, dass der Besucher buchstäblich mitten im Geschehen sitzt! Hinzu kommt magisch wirkendes Laserlicht. Mit vier Lasern in den Grundfarben Rot/Grün/Cyan/Blau, die zusammen mit den optischen Komponenten in einen Technikraum außerhalb der Kuppel in einem „PowerDeck“ montiert sind, lassen sich durch intelligente Farbmischung mehr als 16 Millionen Farbnuancen erzeugen.

Die Baukosten des Planetariums beliefen sich auf insgesamt 7,8 Millionen Euro. Die Freie und Hansestadt Hamburg finanzierte die umfangreichen Baumaßnahmen mit Mitteln in Höhe von rund 7,4 Millionen Euro. Außerdem unterstützte sie die Modernisierung der Technik des Sternentheaters mit rund 2,5 Millionen Euro.

Spielbetrieb mit Programm-Highlights ab 17. Februar 2017

Das Programm im Planetarium startet mit zwei Premieren: „Wir sind Sterne“ –  die international vielfach preisgekrönte Originalproduktion des britischen „National Space Center Creative“ ist eine magische Reise durch Raum und Zeit„ in 3D-Bild und 3D-Ton. Auf der Suche nach Antworten auf die Fragen „Woraus bestehen die Sterne und woraus bestehen wir? Und wie ist all das entstanden?“ schickt Zirkusdirektor Bastian Pastewka die Besucher mit seiner geheimnisvollen Zeitmaschine 13.8 Milliarden Jahre durch Raum und Zeit. Die Europapremiere ist am 14. Februar 2017 und ab dem 17. Februar läuft die Produktion regelmäßig im Programm. Danach folgt „Lichtmond – Days of Eternity“. Das 360-Grad-Erlebnis für die Sinne läasst die Besucher eintauchen Bild- und Klanglandschaften auf fantastischen Welten, weit draußen in den Tiefen der Galaxis. Internationale Gaststars wie Midge Ure („Ultravox“) sowie die Schauspieler Sky du Mont und Hardy Krüger jr. haben in der Produktion mitgewirkt. Die Weltpremiere findet am 22. Februar 2017 statt, ab dem 24. Februar 2017 ist die Show regelmäßig im Programm des Planetariums.

Weitere Informationen finden sich auf der neugestalteten Website: www.planetarium-hamburg.de

(Redaktion)


 


 

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