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Hamburger Schlaganfalltag

Dem Schlaganfall durch Vorbeugung und frühe Behandlung entgegenwirken

„Dem Schlaganfall entgegentreten“ – unter diesem Motto steht der Hamburger Schlaganfalltag am 10. Mai 2017. Interessierte erfahren in Vorträgen und an Infoständen alles über Vorbeugung, Risikofaktoren, Symptome, Akutbehandlung und Rehabilitation. An der von den Hamburger Krankenhäusern und der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz organisierten Veranstaltung nehmen neben den Krankenhäusern auch Selbsthilfeorganisationen und Pflegestützpunkte teil.

„In den Hamburger Krankenhäusern werden jährlich rund 10.000 Patientinnen und Patienten mit einem Schlaganfall bzw. einem Verdacht auf einen Schlaganfall behandelt. Die Symptome eines Schlaganfalls, wie plötzliche Lähmungen, hängender Mundwinkel, Sprach- und Sehstörungen sowie Verwirrtheit und schwerste Kopfschmerzen, müssen unbedingt frühzeitig erkannt und ein Rettungswagen gerufen werden“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Die Hamburger Krankenhäuser sind auf diese Fälle sehr gut vorbereitet: Zehn Hamburger Krankenhäuser verfügen über eine zertifizierte Spezialabteilung, eine „Stroke Unit“. Damit haben wir in Hamburg insgesamt über 90 Betten mit der Möglichkeit der Lysebehandlung und darüber hinaus in einigen Krankenhäusern auch der hochspezialisierten Thrombektomie.“ Bundesweit einmalig sei auch das hochspezialisierte Versorgungangebot der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation mit mehr als 330 Betten in sieben Hamburger Krankenhäusern, auch für beatmungsbedürftige schwerkranke Betroffene.

Dass die Schlaganfallversorgung in der Hansestadt auf höchstem Niveau erfolgt, dafür setzt sich auch die Hamburger Arbeitsgemeinschaft Schlaganfall ein, ein Verbund der Stroke Units und der Neuroradiologischen Abteilungen der Hamburger Krankenhäuser.

„Schlaganfälle sind schon lange keine unvermeidlichen Schicksalsschläge mehr, sondern eine Erkrankung, die sich heute gut behandeln und oft bereits im Vorfeld vermeiden lässt“, sagt Prof. Dr. Joachim Röther, Chefarzt der Neurologie der Asklepios Klinik Altona und Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. „Neben dem medikamentösen Auflösen des Gerinnsels in der Blutbahn, der Thrombolyse, kann in vielen Fällen ein solcher Thrombus auch von Neuroradiologen mechanisch mittels eines speziellen Mikrokatheters über die Leistenarterie entfernt werden.“

Bei der Vermeidung von Schlaganfällen stehen neben der Behandlung von Verengungen der Halsschlagader besonders auch das frühzeitige Erkennen und die Behandlung von Herzerkrankungen, etwa von Herzrhythmusstörungen, im Blickpunkt. So soll etwa vermieden werden, dass in Bereichen mit geringem Blutfluss gefährliche Gerinnsel entstehen, die dann in die Blutgefäße des Kopfes strömen und sie verschließen können. „Die Zusammenarbeit mit den Kardiologen ist bei diesen Erkrankungen enger geworden“, so Prof. Thomas Meinertz, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Ganz wichtig ist immer noch die frühzeitige Behandlung, betont Prof. Dr. Christian Gerloff, Direktor der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Der Hamburger Schlaganfalltag unter dem Motto „Dem Schlaganfall entgegentreten“ findet statt am 10. Mai 2017 von 12 bis 18 Uhr im Metropolis-Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg (direkt neben der Hamburgischen Staatsoper). Der Eintritt ist frei.

(Redaktion)


 


 

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