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  • 12.03.2020, 07:43 Uhr
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  • Hamburg
Hamburger Wirtschaft

Coronavirus setzt dem Hamburger Groß- und Außenhandel immer mehr zu

Die Auswirkungen des Coronavirus bekommen Firmen in Hamburg deutlich in ihrer Geschäftstätigkeit zu spüren. Das zeigt eine aktuelle Mitgliederbefragung der Handelskammer Hamburg.

Die Handelskammer hat in einer Umfrage unter 241 überwiegend im Groß- und Außenhandel tätigen Hamburger Unternehmen ein Stimmungsbild zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die Hamburger Wirtschaft eingeholt. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 25. Februar und dem 6. März 2020. *)

Bei 39 Prozent der teilnehmenden Unternehmen wirkt sich das Coronavirus in sehr hohem oder eher hohem Maße auf die aktuellen geschäftlichen Tätigkeiten aus, bei den im China-Geschäft tätigen Unternehmen sogar auf rund 49 Prozent. Nur zehn Prozent der teilnehmenden Unternehmen sind in sehr geringem Maße oder gar nicht betroffen.

Einschränkungen bei Zulieferern und Reisebeschränkungen

Die größten Auswirkungen hat das Coronavirus laut Kammermitteilung bei 58 Prozent der Befragten durch Ausfall von oder Einschränkungen bei Zulieferern. Firmen mit Chinabezug lag dieser Wert mit 68 Prozent noch höher. Bei 57 Prozent aller antwortenden Firmen hat das Coronavirus Auswirkungen in Form von Reisebeschränkungen für das Management. 32 Prozent nannten eine verringerte Kundennachfrage als Folge und 31 Prozent bekamen Schwierigkeiten bei der Distribution zu spüren.

44 Prozent der Firmen mit Chinabezug rechnen mit Auswirkungen bis Jahresende

Rund 37 Prozent der teilnehmenden Unternehmen rechnen damit, dass sich das Coronavirus bis Ende des Jahres auf die Geschäftstätigkeiten auswirken wird. Bei den im China-Geschäft tätigen Unternehmen sind dies 44 Prozent. Jörg Cappel, Geschäftsführer der Cargo Link Transport + Logistik GmbH bestätigt: „Bedingt durch das chinesische Neujahrsfest und die Schließung einer Fabrik bis Ende der achten Kalenderwoche sind bei unserem wichtigsten Importkunden im Februar keine Buchungen von Importcontainern aus China erfolgt, sodass unser Importumsatz im letzten Monat um circa 50 bis 60 Prozent zurückgegangen ist.“

*) Von den 241 Firmen, die auf die Fragen antworteten, sind laut Veröffentlichung auf der Webseite der Kammer 171 Firmen mit und 67 Unternehmen ohne Geschäftsbeziehung zu China. Mehr als jede zweite Antwort stamme von Hamburger Groß- und Außenhändlern. Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit aller 171.736 Mitgliedsunternehmen der Handelskammer seien nur bedingt möglich.

(Redaktion)


 


 

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