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  • 28.01.2020, 06:27 Uhr
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Hamburger Wirtschaft

Konjunktur: Hamburger Unternehmen blicken mehrheitlich positiv ins Jahr 2020

Knapp ein Viertel der Mitgliedsfirmen will 2020 laut aktueller Befragung der Handelskammer Hamburg Personal einstellen. Überdurchschnittliche Beschäftigungszuwächse zeichnen sich im Baugewerbe und Dienstleistungsbereich ab.

Die konjunkturelle Lage der Hamburger Wirtschaft ist zum Jahresbeginn deutlich positiver als noch im Herbst 2019. Das ergab eine Befragung der Handelskammer zum Jahreswechsel mit 630 Antworten von Hamburger Unternehmen.

Expansive Investitions- und Personalplanungen, eine Erhöhung der Exporte sowie positivere Bewertungen der aktuellen Geschäftslage und der kommenden zwölf Monate sind laut Konjunkturbericht der Kammer die Ursachen für den Auftrieb der Hamburger Wirtschaft. „Die konjunkturelle Entwicklung des letzten Jahres hat uns etwas Sorgen bereitet“, sagt Handelskammer-Vizepräses André Mücke. „Viele Unternehmen haben sich zunehmend pessimistisch gezeigt. Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage sind ein guter Start ins neue Jahr.“

Knapp ein Viertel der Firmen befürchtet Verschlechterungen

Mit 86,6 Prozent bewertet der überwiegende Teil der befragten Unternehmen die eigene aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend. Mit Blick auf das Jahr 2020 rechnen 77,6 Prozent mit einer gleichbleibend oder sich verbessernden Geschäftslage. 22,4 Prozent fürchten eine Verschlechterung. Die positive Entwicklung in diesem Jahr werde sich nach Einschätzung der Kammer auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen. So haben 21,6 Prozent der Unternehmen laut Befragung vor, Personal einzustellen. 15,6 Prozent rechnen mit einer Verringerung des Personalbestands. Überdurchschnittliche Beschäftigungszuwächse zeichnen sich im Baugewerbe und im Dienstleistungsbereich (ohne Handel, Verkehr und Finanzen) ab.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen für viele Firmen Anlass zur Besorgnis

Der Fachkräftemangel gehört auch in diesem Jahr für mehr als die Hälfte der Unternehmen - konkret für 51,6 Prozent der Befragten - zu den größten Geschäftsrisiken für die eigene wirtschaftliche Entwicklung. Noch mehr Unternehmen allerdings nannten die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als eines der höchsten Risiken: 55,2 Prozent der Befragten sehen unter anderem in Bürokratieaufwand, behördlichen Regulierungen, Energiesparauflagen, Steuer- und Abgabenlasten, städtische Grundstückspolitik oder dem ungewissen Ausgang der Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft ein Hemmnis für das eigene Unternehmen.

„Zu der verschlechterten Wahrnehmung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen kommt die Besorgnis vor nachlassender Nachfrage im In- und Ausland. Die Unsicherheiten des Brexits sowie die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China belasten die exportstarke deutsche und insbesondere die sehr außenwirtschaftlich orientierte Hamburger Wirtschaft zunehmend“, erläutert André Mücke.

Das detaillierte Hamburger Konjunkturbarometer IV/2019 ist auf der Webseite www.hk24.de, Unterpunkte Beratung und Service, zu finden.

(Redaktion)


 


 

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