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Hamburger Wirtschaft

Unternehmen bewerten Geschäftslage schlechter als zum Jahresbeginn

Im Frühjahr 2018 hat sich die Stimmung in der Hamburger Wirtschaft gegenüber dem Jahresbeginn deutlich eingetrübt. Das ist das Ergebnis der der aktuellen Mitgliederbefragung der Handelskammer Hamburg zum Ende des 1. Quartals 2018.

Die glänzende Stimmung in der Hamburger Wirtschaft, die die Handelskammer Hamburg in ihrem vierteljährlich veröffentlichten „Hamburger Konjunkturbarometer“ zum Jahresbeginn konstatierte, hat sich laut Mitteilung deutlich abgekühlt. Die von der Handelskammer befragten Unternehmen bewerteten sowohl die aktuelle und die künftige Geschäftslage schlechter als noch vor drei Monaten. Im Ergebnis sank der Geschäftsklimaindikator für die Hamburger Wirtschaft um 9,9 Zähler auf 114,4 Punkte. Insbesondere die Beurteilungen der befragten Unternehmen zur aktuellen und künftigen Geschäftslage sowie deren Exportaussichten und Investitionsplanungen haben sich insgesamt deutlich eingetrübt.

Ausreißer oder Tendenz?

„Die Hamburger Konjunktur ist immer noch auf einem sehr guten Niveau“, so Handelskammer-Hauptgeschäftsführerin Christi Degen. „Ein einmaliger Einbruch bei der Stimmungslage ist nicht bedenklich, aber wir müssen die Entwicklung genauestens im Auge behalten.“ Mehr als jedes dritte Unternehmen (35,4 Prozent) bewertete seine aktuelle Geschäftslage als „gut“, nur jedes zehnte als „schlecht“ (9,8 Prozent). Bei den Geschäftserwartungen zeichnete sich folgendes Bild ab: 21,0 Prozent rechnen mit einer Verbesserung der eigenen Geschäftslage, 16,8 Prozent mit einer Verschlechterung.

„Die Gründe für die eingetrübten Erwartungen sind Risiken wie der Fachkräftemangel, ungünstige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, aber auch eine nachlassende Inlandsnachfrage“, so Christi Degen weiter. Finanzierungsschwierigkeiten wurden hingegen nur von 5,1 Prozent als Risiko für die eigene Geschäftsentwicklung bezeichnet.

Exportaussichten werden verhalten beurteilt

Auch bei den Investitionsplanungen und Exportaussichten fiel die Dynamik im Vergleich zum Vorquartal schwächer aus. Immer noch gingen 29,3 Prozent der befragten Betriebe von steigenden Exporten aus, 16,1 Prozent rechneten mit einer Verringerung. Der Saldo aus den positiven und negativen Aussichten lag damit bei plus 13,2 (Vorquartal: plus 21,2).

„Vor dem Hintergrund weltweit zunehmender protektionistischer Tendenzen und des näher rückenden Brexits kommt die Verschlechterung der Exportaussichten nicht überraschend“, so Degen weiter. In der jetzigen Situation sei für die Hamburger Unternehmen Planungssicherheit in Bezug auf die rechtlichen Rahmenbedingungen besonders wichtig.

(Redaktion)


 


 

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