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Hamburger Hochschulgesetz

Hochschulgesetz: Expertenkommission soll Stärken und Schwächen untersuchen

Die Evaluierung des Hamburgischen Hochschulgesetzes hat begonnen. Um die Qualität und Effizienz der Hamburger Hochschulen weiter zu optimieren, sollen insbesondere die jüngst eingenommenen Strukturen und Gremien an den Hochschulen untersucht werden.

Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach hat dazu eine Kommission einberufen und einen Evaluierungsauftrag erteilt. Senatorin Gundelach und der Vorsitzende der Kommission, Prof. em. Dr. Winfried Schulze von der Ludwig-Maximilians-Universität München, haben heute Inhalt und Kernprozesse der Evaluierung sowie die Kommissionsmitglieder vorgestellt.

Die Evaluation wird sich schwerpunktmäßig mit den Kompetenzen und den Verfahrensregelungen der Hochschulorgane und -gremien beschäftigen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob das Hamburgische Hochschulgesetz Aufgaben und Entscheidungskompetenzen sowie Beteiligung und Informationspflichten zwischen den drei Ebenen Staat, zentrale Hochschulorgane (Hochschulpräsidium, Hochschulrat, Hochschulsenat) und Fakultäten (Dekanate, Fakultätsräte) sachgerecht regelt. Außerdem soll untersucht werden, ob die Aufgaben und Kompetenzen zwischen den Organen und Gremien innerhalb einer Ebene richtig verteilt und organisiert sind.

Die Evaluation orientiert sich an sechs Kernprozessen

Diese sind die strategische Hochschulsteuerung, die Qualitätssicherung in Forschung und Lehre, die Ressourcenallokation, die Organisation des Hochschulbetriebs, die Gewinnung des wissenschaftlichen Personals sowie die Wahl der Leitungsorgane (Hochschulrat, Präsidentin/Präsident und Dekanin/Dekan).

Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach: „Das Hamburgische Hochschulgesetz ist in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert und die Hochschulen sind neu strukturiert worden. Die Handhabung der neuen Strukturen hat sich in der Praxis teilweise als problematisch erwiesen und zu berechtigter Kritik geführt. Mit der Evaluierung des Hochschulgesetzes wollen wir diese Kritik aufgreifen und prüfen lassen, wie die Entscheidungsfähigkeit der Hochschulen durch die gesetzlichen Leitungsstrukturen verbessert werden kann. Die Hochschulen sollen dabei ihre Erfahrungen mit einbringen. Aufgabe der Kommission ist es zu ermitteln, welche Folgerungen sich für die Hamburger Hochschulen, für die Behörde und für den Gesetzgeber daraus ergeben, und entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. Diese sollen dann als Grundlage für notwendige Gesetzesänderungen dienen.“

Prof. em. Dr. Winfried Schulze, Vorsitzender der Evaluierungskommission: „Ganz sicher muss es der Kommission zunächst darauf ankommen, von den Hochschulen genau zu erfahren, welche Erfahrungen mit den einzelnen Bestimmungen des Hamburgischen Hochschulgesetzes gemacht wurden. Die Beurteilung wird sowohl die Stimmigkeit der einzelnen Regelungen als auch ihre jeweilige Bedeutung für das Gesamtkonzept einer autonomen Hochschule berücksichtigen müssen. Natürlich werden wir dabei auch die Entwicklung in anderen Bundesländern vergleichend berücksichtigen.“

Die Kommission, die heute erstmals in Hamburg zusammengetreten ist, wurde unter Berücksichtigung verschiedener Parameter besetzt:

Erfahrungen in Lehre und Forschung, im Hochschulrecht sowie in der akademischen Selbstverwaltung, Abdeckung möglichst vieler Fachdisziplinen und Genderaspekte. Die Evaluierungskommission ist unabhängig in ihrem Urteil und frei von politischen Vorgaben.


 


 

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