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Handelskammer Hamburg

Initiative „Starke Wirtschaft Hamburg“ legt Fokus auf Verkehr und Mobilität

Die Initiative „Starke Wirtschaft Hamburg“ hat ihr Konzept für moderne Mobilität und ein leistungsfähiges Verkehrssystem sowie ihre Kandidaten für das künftige Handelskammerplenum vorgestellt. Die Wahlen finden Anfang 2020 statt.

Neben Norbert Aust, Gründer des Schmidts Tivoli und Unternehmensberaterin Astrid Nissen-Schmidt, die das Sprecher-Duo bilden, gehören weitere 40 Kandidaten und Kandidatinnen der Initiative „Starke Wirtschaft Hamburg” an – darunter Haspa-Chef Harald Vogelsang, Bauunternehmer Stefan Wulff und Robert Heinemann, Geschäftsführer der Hamburger ECE.

In einem 15-Punkte-Plan fordert die Initiative einen massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs weit über die geplanten Maßnahmen hinaus. Klimaschutz, eine starke Wirtschaft und moderne Mobilität seien kein Widerspruch. Dazu benötige es aber verlässlichen öffentlichen Nahverkehr und ein funktionierendes Verkehrssystem auf der Straße. Beides habe Hamburg heute nicht. Für die Mitgliedsunternehmen und ihre Mitarbeiter sei es jedoch existenziell, dass die Menschen zuverlässig ihren Arbeitsplatz und Waren ihr Ziel erreichten. Daher solle sich die Handelskammer nach der Wahl kraftvoll für die Umsetzung des 15-Punkte-Planes einsetzen, heißt es.

„Pendler innerhalb Hamburgs und von außerhalb stellen weit mehr als die Hälfte aller Hamburger Arbeitskräfte“, sagte Astrid Nissen-Schmidt, Sprecherin von Starke Wirtschaft Hamburg. Deshalb sei die Mobilität von Mitarbeitern in Zeiten hoher Mietpreise und Fachkräftemangel lebenswichtig für unsere Wirtschaft. „Einschränkungen des Straßenverkehrs ohne echte Alternativen im Nahverkehr gehen entsprechend zu Lasten der Arbeitnehmer und damit zu Lasten der Unternehmen“, so Nissen-Schmidt.

Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und Entlastungen für Pendler

Deshalb fordert Starke Wirtschaft Hamburg einen massiven Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs mit Fünf-Minuten-Takt zwischen sechs und 22 Uhr und Investitionen in die S-Bahn. „Die S-Bahn als zentrale Mobilitätssäule der Stadt hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem echten Sanierungsfall entwickelt. Ebenso leiden viele Busverbindungen unter dem regelmäßig kollabierenden Straßenverkehr“, kritisierte Nissen-Schmidt. Das S-Bahn-Sofortprogramm von Wirtschaftssenator Michael Westhagemann gehe in die richtige Richtung und werde begrüßt. Es sei angesichts der vielen Probleme jedoch nur ein erster, kleiner Schritt.

„Starke Wirtschaft Hamburg begrüßt es ausdrücklich, wenn künftig mehr unserer Arbeitnehmer mit dem Rad zur Arbeit fahren können. Dennoch ist das Pendeln mit dem Auto für viele Mitarbeiter kein unreflektiertes Freizeitvergnügen, sondern eine Lebensnotwendigkeit“, so die Sprecherin der Initiative.

Es müsse sichergestellt werden, dass Mitarbeiter verlässlich zur Arbeit kommen und unsere Waren weiterhin zuverlässig transportiert werden können, bevor der Straßenverkehr für Autos und Lkw weiter eingeschränkt werde, so Nissen-Schmidt. Sie fordert weiter, Mobilität im Maßstab der Metropolregion mit den benachbarten Städten, Landkreisen und Bundesländern zu planen. „Park & Ride“-Gebühren und Fahrpreiserhöhungen, die vor allem die Pendler belasten, schadeten der Wirtschaft und dem Standort Hamburg.

(Redaktion)


 


 

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