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Handelskammer Hamburg

Kammer-Hauptgeschäftsführerin räumt ihren Posten vorzeitig

Christi Degen verlässt die Handelskammer Hamburg zum 31. Juli 2019.

Das Präsidium und die Hauptgeschäftsführerin der Handelskammer, Christi Degen, seien zu dem Entschluss gekommen, ihre Zusammenarbeit mit Wirkung zum 31. Juli 2019 zu beenden. Das gab die Kammer in einer knappen Mitteilung bekannt.

„Christi Degen konnte in den anderthalb Jahren ihrer Amtszeit wichtige Impulse setzen, zum Beispiel in den internationalen Beziehungen, mit der Strategieentwicklung ‚Kompass 2020‘ sowie bei der Erstellung einer zukunftsorientierten Wahlordnung“, so Handelskammer-Vizepräses André Mücke. „Wir bedanken uns bei Christi Degen für ihre Begleitung auf unserem Weg der Modernisierung der Handelskammer in Hamburg und wünschen ihr weiterhin alles Gute.“ Degen hatte das Amt der Hauptgeschäftsführerin im Dezember 2017 übernommen. „Ich bin mit der Absicht zur Modernisierung der Handelskammer und Reform der Organisationsstrukturen angetreten. Mit der derzeitigen Konstellation in der Handelskammer ist dies nicht umsetzbar“, so Degen. „Ich bedanke mich bei dem Ehrenamt und den hauptamtlichen Mitarbeitern der Kammer für die Unterstützung in den vergangenen anderthalb Jahren und freue mich, dass wir viel angestoßen und bewegt haben.“ Das Präsidium hat einstimmig entschieden, dem Plenum in seiner Sitzung am 4. Juli vorzuschlagen, Armin Grams als Interims-Stellvertretenden Hauptgeschäftsführer zu benennen. Eine Neuberufung in der Hauptgeschäftsführung könne dann nach der Plenarwahl Anfang 2020 erfolgen.

Ursprünglich sollte Degens Vertrag bis Ende 2020 laufen. Das vorzeitige Ende ihrer Amtszeit ist als Folge wiederholter Kritik an ihrer Arbeit und einer völlig zerstrittenen Kammer zu werten. Der ehemalige Handelskammer-Präses Tobias Bergmann hatte Degen Ende 2017 nach Hamburg geholt.

Bergmann selbst wurde im April 2017 ins Amt gewählt, nachdem das Bündnis „Zwangsbeiträge abschaffen – Die Kammer sind Wir“ bei der vorangegangenen Plenumswahl die Mehrheit errungen hatte. Eines der Hauptanliegen der Rebellen war die Modernisierung der Kammer und Abschaffung der Pflichtbeiträge für die Mitgliedsunternehmen. Vor allem durch die Nichteinhaltung der Wahlversprechen zog sich in der Folgezeit tiefer Riss durch Kammer und Hamburger Wirtschaft. Im Dezember 2018 trat Bergmann von seinem Amt zurück.

(Redaktion)


 


 

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