Weitere Artikel
Handelskammer Hamburg

Plenarwahl: „Starke Wirtschaft Hamburg” stellt neue Doppelspitze vor

Norbert Aust, Gründer des Schmidts Tivoli, bildet mit Unternehmensberaterin Astrid Nissen-Schmidt das Sprecher-Duo der Initiative „Starke Wirtschaft Hamburg”. Sie wollen die Handelskammer Hamburg auf neue Beine stellen.

Das Bündnis Starke Wirtschaft Hamburg hatte sich Ende 2018 formiert. Hintergrund waren vor allem die Auseinandersetzungen um die damalige Kammer-Führung, der es nicht gelungen war, nachhaltig den Rückhalt der Mitglieder zu gewinnen. Nach eigenen Angaben war die Gründung der neuen Plattform von mehr als 50 Hamburger Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und rund 150 Einzelpersonen getragen. Erklärtes Ziel ist es, die Kammer zu modernisieren und sie fit für die Zukunft zu machen.

Am 13. Juni 2019 stellte die Starke Wirtschaft Hamburg der Öffentlichkeit ihr neues Sprecher-Duo für die Plenarwahl der Handelskammer im Januar 2020 vor. Astrid Nissen-Schmidt agiert bereits seit November 2018 als Sprecherin. Sie bildet jetzt zusammen mit Professor Norbert Aust als zweitem Part eine „kooperativ führende Doppelspitze”, wie es heißt.

Norbert Aust, als ehemaliger Präsident der Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik und langjähriger Geschäftsführer der Schmidts Tivoli GmbH in der Hansestadt gut vernetzt, begründete sein Engagement laut Mitteilung des Bündnisses auch politisch: „Die Handelskammer Hamburg liegt quasi zerstört am Boden. Das ist ein großes Unglück, denn die demokratische Selbstverwaltung der Wirtschaft in den Industrie- und Handelskammern ist eine zentrale Säule, auf der unser Gemeinwesen ruht.“

Starke Wirtschaft Hamburg will die Kammer nach eigenen Aussagen „neu aufbauen und fit für die Zukunft machen”. Mit diesem Blick nach vorn ruft Astrid Nissen-Schmidt die Wirtschaft auf, sich einzubringen: „Unsere Plattform hat mit dem heutigen Tag einen wichtigen Schritt Richtung Plenarwahl im Januar getan. Aber wir wünschen uns eine noch breitere Aufstellung und können für den Wahlkampf jede Unterstützung gebrauchen. Dabei sind wir offen für jeden, der unsere Werte und Ziele teilt“.

Beide Kandidaten bekräftigen, dass die Kammer der Zukunft voll digitalisiert, papierfrei und vernetzt agieren soll. Eine kooperative Führung in Haupt- und Ehrenamt, maßgeschneiderte Transformationsberatung für alle Unternehmensgrößen, eine 360-Grad-Gründerbegleitung sowie eine 24/7-Serviceline für Unternehmer sind einige der konkreten Forderungen der Plattform.

Norbert Aust kündigte an, auch die Zusammenarbeit zwischen Handelskammer und Verbänden kooperativer und mehr auf Augenhöhe gestalten zu wollen. Das sei über viele Jahre nicht ausreichend der Fall gewesen.

Die beiden Sprecher betonten zudem die Bedeutung der kleinen Unternehmen für die Kammer. „Durch die neue Wahlordnung ist sichergestellt, dass im Plenum weder große noch kleine Unternehmen andere dominieren können“, sagte Nissen-Schmidt. Auf die kleinen Firmen entfielen nach der neuen Wahlordnung 28 Stimmen im 58-köpfigen Plenum. Große und mittlere Unternehmen erhielten jeweils 15 Sitze, so Nissen-Schmidt.

(Redaktion)


 


 

Handelskammer Hamburg
Bündnis Starke Wirtschaft Hamburg
Norbert Aust
Kammer
Astrid Nissen-Schmidt
Hamburger Wirtschaft

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Unternehmen" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: