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Hanse Globe 2010

Hamburg ist führend in der grünen Logistik

Hamburg hat in der grünen Logistik die Nase vorn. Viele Unternehmen in der Metropolregion setzen schon jetzt auf Nachhaltigkeit – vor allen in den Bereichen „Grüner Hafen und Flughafen“, „Grüne Logistik-Immobilien“ und „Grüner Transport“. Und das wird belohnt.

Bereits zum vierten Mal vergibt die Logistik-Initiative Hamburg den Hanse Globe – Hamburgs Preis für nachhaltige Logistik. Und der Countdown läuft: Noch bis zum 15. Oktober können sich Unternehmen, Institutionen und öffentliche Einrichtungen um die begehrte Trophäe bewerben. Am 30. November 2010 ist es dann soweit: Im Rahmen des Logistik-Dinners im Hamburger Rathaus vergibt die Logistik-Initiative Hamburg den Preis.

Die Möglichkeiten nachhaltiger zu handeln sind vielfältig, sie reichen von intelligenten Transportkonzepten bis hin zum papierlosen Büro. Sie sind unter anderem im Hafen/Flughafen, bei Immobilien und beim Transport zu finden.

Grüner Hamburger Hafen und Flughafen

Im Hamburger Hafen etwa testet die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) auf Ihrem Container Terminal Altenwerder (CTA) ein automatisch fahrendes, rein elektrisch betriebenes Fahrzeug zum Containertransport (ein sog. AGV Automatic Guided Vehicle) im Rahmen eines Pilotprojektes. Schon jetzt sind die meisten Portalhubwagen (Van Carrier, die die Container transportieren) mit diesel-elektrischem Antrieb ausgerüstet, der bis zu 25% weniger CO2 emittiert als vergleichbare, herkömmliche Antriebsformen. Gleichzeitig wird der HHLA Container Terminal Burchardkai (CTB) so umgebaut, dass in Zukunft auf der vorhandenen Fläche von 130 Hektar in etwa doppelt so viele Container umgeschlagen können wie bisher. Dies erhöht die Produktivität des Terminals und gleichzeitig werden keine weiteren Flächen versiegelt und beansprucht.

Auf dem Hamburger Flughafen wird auf Erdgas- und Flüssiggasfahrzeuge gesetzt. Die Gepäckschlepper etwa verursachen so 15 Prozent weniger CO2-Emissionen, 90 Prozent weniger Stickoxide und 98 Prozent weniger PM10 (Feinstaub) als dieselbetriebene Schlepper. Hinzu kommt, dass gerade im Gepäckkeller der reduzierte Ausstoß von Emissionen der Gesundheit der Mitarbeiter zugutekommt. Seit Januar 2010 fahren vier Erdgasbusse am Hamburg Airport. Fünf weitere Busse mit Erdgasantrieb sind für dieses Jahr geplant. Auf der flughafeneigenen Erdgastankstelle wird Biogas getankt, so dass die Gesamtbilanz der Erdgasfahrzeuge nahezu CO2-neutral ist.

Grüne Logistik-Immobilien

Im Bereich „Grüne Logistikimmobilien“ setzt Kühne + Nagel ein Zeichen mit seinem im Jahr 2009 neu errichteten Logistikzentrum in Hamburg-Obergeorgswerder. Das „Green Logistics-Konzept“ kommt sowohl bei der Bepflanzung der Grünflächen als auch bei der Photovoltaikanlage zum Tragen. Der daraus resultierende Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Des Weiteren wird Tageslicht genutzt, um den Bedarf an künstlichen Lichtquellen zu minimieren. Große Lichtbänder helfen dabei, tagsüber nahezu komplett auf Kunstlicht zu verzichten. Die Beheizung der Räume wird über eine Pelletheizung realisiert, Regenwasser wird aufgefangen, gereinigt und als Betriebswasser genutzt.

Im Süden der Metropolregion, an der A1, Abfahrt Rade, entwickelt die Habacker LogPark Holding den 80 Hektar großen LogPark Hamburg. Das Immobilienunternehmen investiert 250 Millionen Euro und ermöglicht dort zirka 1.600 Menschen einen Arbeitsplatz. Nach Fertigstellung wird der Logistikpark zu den größten zusammenhängenden Logistikgewerbeflächen Deutschlands zählen. Das erste Gebäudeprojekt im LogPark Hamburg wurde bereits mit dem Gütesiegel „Silber“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet und nimmt eine Vorreiterrolle beim nachhaltigen Bauen von Logistikimmobilien in der Hamburger Region ein. Die Logistikanlagen erfüllen die modernen Green Building-Standards. Mit Geothermie, einem hohen Tageslichtanteil und höchster thermischer Isolierung kann der Mieter seine Energiekosten um mehr als 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Logistikanlagen senken und den CO2-Ausstoß reduzieren. Zu den Mietern des ersten Bauabschnitts zählen das Textilunternehmen C&A und GEODIS Logistics Deutschland. GEODIS ist Teil der globalen Transport- und Logistik-Sparte der französischen Bahn, SNCF Geodis. 


 


 

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