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Haushalts- und Betreuungsunterstützung

Servicestelle Nachbarschaftshilfe eröffnet

Nachbarschaftshilfe in Hamburg soll gestärkt werden. Dafür gibt es seit dem 1. August 2018 mit der „Servicestelle Nachbarschaftshilfe“ einen bundesweit bislang einmaligen Informations- und Anlaufpunkt für Pflegebedürftige und hilfsbereite Menschen aus der Nachbarschaft.

Das Angebot ist eine Kooperation der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, der Landesverbände der Pflegekassen und dem Deutschen Roten Kreuz Hamburg-Eimsbüttel, das diese für ganz Hamburg zuständige Registrierungsstelle betreibt.

Die Servicestelle Nachbarschaftshilfe befindet sich im Büro des DRK-Kreisverbandes Hamburg-Eimsbüttel e.V.,
Hoheluftchaussee 145, 20253 Hamburg, Telefon 040 41170621, E-Mail: info (at) nachbarschaftshilfe-hh.de.
Telefonische Sprechzeiten: Montag und Dienstag: 14 bis 16 Uhr; Donnerstag 11 bis 14 Uhr,
Sprechzeiten vor Ort und Registrierung: Dienstag 8 bis 13 Uhr; Donnerstag 15 bis 19 Uhr.
Weitere Informationen zur Servicestelle sind unter www.hamburg.de/hilfe-zu-hause abrufbar.

125 Euro aus der Pflegeversicherung für Alltagshelfer

Jeder Pflegebedürftige kann – unabhängig vom Pflegegrad – bis zu 125 Euro im Monat für Nachbarschaftshilfen und Haushaltshilfen einsetzen. Dieser Aufwand wird von den Pflegekassen erstattet. Dafür müssen sich Nachbarschaftshelferin oder -helfer oder Haushaltshilfen vorher registrieren lassen.

Voraussetzung für eine Registrierung ist unter anderem, dass die pflegebedürftige Person und deren Nachbarschaftshilfe nicht bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert sind. Auch dürfen nicht mehr als zwei Pflegebedürftige von einer Helferin bzw. einem Helfer betreut werden. Der Aufwand der ehrenamtlichen Nachbarschaftshelferinnen und -helfer kann durch die Pflegebedürftigen mit bis zu fünf Euro pro Stunde entschädigt werden. Für eine im Haushalt beschäftigte Haushalts- oder Betreuungshilfe muss ein Arbeitsvertrag geschlossen und der Mindestlohn von 8,50 Euro gezahlt werden.

Alle Nachbarschaftshelferinnen und -helfer sind über die Servicestelle Nachbarschaftshilfe unfall- und haftpflichtversichert. Außerdem werden Schulungen, Beratungen und Treffen zum Erfahrungsaustausch angeboten. Wenn es beispielsweise während der Ausübung der Nachbarschaftshilfe zu materiellen Schäden oder persönlichen Konflikten mit den zu betreuenden Pflegebedürftigen kommen sollte, ist die Servicestelle Nachbarschaftshilfe der beratende und unterstützende Ansprechpartner. Bereits vorliegende Anerkennungen der Pflegekassen für Nachbarschaftshelferinnen und -helfer bleiben weiterhin wirksam. Es wird dennoch empfohlen, sich an die Servicestelle Nachbarschaftshilfe zu wenden und neu registrieren zu lassen.

Haushalts- und Betreuungshilfen, die von pflegebedürftigen Personen beschäftigt werden, müssen sich ebenfalls bei der Servicestelle Nachbarschaftshilfe registrieren lassen. Dort werden dann alle Voraussetzungen geprüft.

(Redaktion)


 


 

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