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Hamburger Hafen und Logistik AG

HHLA strukturiert Lübeckverkehre neu

Mit einem abgestimmten Maßnahmenbündel antwortet der Hafenlogistikkonzern HHLA auf den starken Einbruch der Containerverkehre im Ostseeraum. Das neue Konzept umfasst eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG), ein Management-Buy-out der HHLA-Tochter combisped sowie den geplanten Verkauf des Container Terminals Lübeck.

Die weltweite Wirtschaftskrise hat zu dramatischen Einbrüchen des
Containerverkehrs im Ostseeraum geführt. In einzelnen
Verkehrsrelationen, wie etwa bei den Russland-verkehren, kam es in den
ersten Monaten des Jahres 2009 zu Aufkommensverlusten von bis zu 50
Prozent. Neben dem starken Rückgang der Zubringerverkehre (Feeder) durch
den Nordostseekanal war davon auch der schnelle Weg von Hamburg über die
Landbrücke nach Lübeck betroffen. Hier organisiert bislang die
HHLA-Tochter combisped über ihren  Container Terminal Lübeck (CTL)
Feederverkehre mit finnischen Häfen und St. Petersburg. Nach einer
bereits unbefriedigenden Entwicklung im Jahr 2008 brachen die Mengen in
den ersten fünf Monaten des Jahres 2009 um 70 Prozent auf nur noch rund
8.000 Standardcontainer (TEU) ein.

Vor diesem Hintergrund hat die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA)
in den letzten Monaten eine neue Gesamtkonzeption für ihre
Lübeckaktivitäten entwickelt, die einerseits Lösungen für die
aktuelle Situation beinhaltet, andererseits die große Bedeutung der
Drehscheibe Lübeck für die Hinterlandanbindung des Hamburger Hafens auch
in Zukunft sicherstellt und ausbaut. Eckpfeiler dieser Gesamtkonzeption
sind:

- Die verstärkte Kooperation von HHLA und LHG. Hierbei werden
gegenwärtig die gemeinsamen Transportmengen über Lübeck untersucht.
Ziel ist es, mit neuen netzorientierten Konzepten kontinentale und
maritime Warenströme zu bündeln und so die Attraktivität und
Leistungsfähigkeit der Drehscheibe Lübeck nachhaltig zu erhöhen.

- Ein Management-Buy-out der compisped im dritten Quartal 2009 an ihren
bisherigen Geschäftsführer Thomas Dreyer. Hierbei wird die Gesellschaft
mit dem vorhandenen Kundenstamm ihr Speditionsgeschäft einschließlich
der Lkw-Verkehre von und nach Hamburg weiter betreiben. Darüber hinaus
prüfen combisped und die HHLA-Containerspeditionsgesellschaft CTD die
Option für ein gemeinsames Angebot von Straßentransporten.

- Die Bahnverkehre zwischen Hamburg und dem Container Terminal Lübeck
(CTL) müssen angesichts der gegenwärtigen Mengensituation eingestellt
werden. Die HHLA wird in diesem Zusammenhang auch den CTL aufgeben.

Der Anteil der Gesellschaften combisped und CTL am Konzernumsatz betrug
2008 rund 1,3 Prozent, der Ergebnisbeitrag war negativ. Der mit der
Neukonzeption ihrer Lübeckaktivitäten entstehende, nicht
zahlungswirksame Einmalaufwand wird im Halbjahresabschluss 2009 der HHLA
berücksichtigt. Der Halbjahresbericht 2009 wird am 13. August 2009
veröffentlicht.

HHLA

(Redaktion)


 


 

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