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Stifterverband veröffentlicht „Handbuch Studienerfolg“

Die Zahl der jährlichen Studienanfänger in Deutschland bewegt sich auf hohem Niveau, die Studienabbruchquote ebenfalls. Wie können Hochschulen Studierende erfolgreich zum Abschluss führen? Das „Handbuch Studienerfolg“, das der Stifterverband Ende Juli 2015 veröffentlicht hat, stellt Konzepte vor, wie dies gelingen kann.

Von 100 Studierenden verlassen 28 ihre Hochschule ohne Abschluss. Für alle, die sich überlegen, wie die hohe Zahl der Studienabbrecher gesenkt werden kann und sich im Hochschulalltag für den Studienerfolg einsetzen, soll das „Handbuch Studienerfolg“ eine praxisnahe Hilfestellung sein.

Das 168 Seiten starke „Handbuch Studienerfolg“ beschreibt in einem Instrumentenkasten Strategien und Maßnahmen, die an einzelnen Hochschulen bereits heute wirkungsvoll umgesetzt werden. Ob durch eine innovative Studieneingangsphase oder eine intensivere Beratung und Betreuung der Studierenden, ob durch eine neue Prüfungspraxis oder wie mit neuen E-Learning-Strategien Wissen besser vermittelt werden kann – es gibt viele einzelne Konzepte, wie Hochschulen versuchen, ihre Studienabbruchquote zu senken. In dem „Handbuch Studienerfolg“ haben die Autoren erfolgreiche Konzepte zusammengeführt und herausragende Initiativen vorgestellt, die zur Verbesserung des Studienerfolgs dienen.

„Es ist die Kernaufgabe aller Hochschulen, Studienanfänger so zu begleiten, dass so viele wie möglich ihr Studium auch erfolgreich beenden“, sagt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. „Wenn die Hochschulen dafür von der Politik Anreize bekommen, hilft das auch. Ein gutes Beispiel ist die Einführung der Erfolgsprämie für jeden Hochschulabsolventen in Nordrhein-Westfalen.“

Zum Hintergrund: Deutschlands Hochschulen stehen seit Jahren unter finanziellem Druck. Die Hochschulfinanzierung obliegt den Bundesländern. Über den Hochschulpakt stellt jedoch der Bund seit 2007 finanzielle Mittel in Milliardenhöhe zur Verfügung, um die gestiegene Zahl der jährlichen Studienanfänger zu bewältigen, die sich unter anderem aus dem doppelten Abiturjahrgängen ergibt. Der Hochschulpakt ist in drei Phasen gegliedert: Hochschulpakt I von 2007 bis 2010, Hochschulpakt II von 2011 bis 2015. Ende Oktober 2014 haben sich Bund und Länder haben sich darauf verständigt, den Hochschulpakt bis 2020 fortzuführen. In dieser nun folgenden dritten Phase wollen die Länder ab 2016 zehn Prozent der Bundes- und Landesmittel für Maßnahmen zur Senkung des Studienabbruchs einsetzen. Nordrhein-Westfalen und Berlin sind die ersten Bundesländer, die in ihrem Hochschulfinanzierungsschlüssel den Studienerfolg mit nennenswerten Mittelanteilen berücksichtigen.

Es sei zu erwarten, dass weitere Hochschulen dem Modell folgen werden und sich künftig systematischer als in der Vergangenheit mit dem Thema Studienerfolg beschäftigen werden. Mit nachhaltigen Monitoring-Verfahren und begleitenden Studien könne insgesamt mehr Transparenz über dieses bislang eher vernachlässigte Feld geschaffen werden, so der Stifterverband. Dieses Handbuch solle solche Entwicklungen unterstützen.

Das Handbuch ist das Ergebnis des „Qualitätszirkels Studienerfolg“, mit dem der Stifterverband sechs Hochschulen bei der Umsetzung ihrer Strategien für mehr Studienerfolg in den vergangenen zwei Jahren begleitet hat.

Das „Handbuch Studienerfolg“ ist online anbrufbar: www.stifterverband.de/handbuch-studienerfolg

(Redaktion)


 


 

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