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Hochschulwesen

Neuer Campus der HAW Hamburg in Oberbillwerder

Die Fakultät „Life Sciences“ der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) soll vom derzeitigen Bergedorfer Standort in Hamburgs neuesten Stadtteil Oberbillwerder ziehen.

Die Fakultät „Life Sciences“, die die Bereiche Biotechnologie, Gesundheitswissenschaften, Ökotrophologie, Medizintechnik wie auch Wirtschaftsingenieurwesen, Umwelt- und Verfahrenstechnik und umfasst, soll in Hamburgs neu entstehenden, 105. Stadtteil ziehen, der zum Bezirk Bergedorf gehört.

Grundlage für die geplante Standortverlagerung sei ein von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung beauftragtes Gutachten zur baulichen Situation der Gebäude am bestehenden Campus am Ulmenliet. Im Ergebnis sei festgestellt worden, dass eine Modernisierung der Bestandsgebäude gegenüber einem Neubau unwirtschaftlich wäre. Auch die Betriebs- und Instandhaltungskosten wären für die Bestandsgebäude deutlich höher als bei einem Neubau.

Zukunftsweisender Standort

„Das Gebäude am Ulmenliet genügt jedoch nicht mehr unseren hohen Qualitätsansprüchen an Lehre und Forschung´“, so Prof. Dr. Micha Teuscher, Präsident der HAW Hamburg, „dort studieren derzeit rund 3.800 Menschen, konzipiert war das Gebäude ursprünglich jedoch für 900 Studierende – eine Sackgasse, in der wir die weitere bauliche Entwicklung der Fakultät nicht vorantreiben konnten. Es ist daher eine einmalige Gelegenheit, dass wir jetzt die Weichen für einen neuen zukunftsweisenden Standort in Oberbillwerder stellen, der einen Gesundheitscampus beinhaltet und in dem wir unsere Studiengänge in einem fachlich angemessenen und für Studierende attraktiven Umfeld weiter ausbauen können.“

Die konkreten Nutzungs- und Flächenbedarfe sowie Zeit- und Kostenrahmen der Campusentwicklung in Oberbillwerder würden derzeit von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und der BWFG gemeinsam mit der HAW Hamburg sowie dem Bezirk abgestimmt, so die Behördeninformation.

Oberbillwerder – Hamburgs neuer Stadtteil

Der Senat hat im Februar 2019 den Masterplan für Hamburgs 105. Stadtteil beschlossen: Oberbillwerder. Demnach werden nördlich der S-Bahnstation Allermöhe ab Mitte der 2020er-Jahre auf 124 Hektar Fläche ein gemischt genutzter Stadtteil mit 7.000 Wohnungen in unterschiedlichen Typologien und bis zu 5.000 Arbeitsplätze entstehen. Hier entwickelt sich ein lebendiger Ort, in dem innovative Mobilitätskonzepte und moderne, zukunftsfähige Wohn- und Arbeitsformen verwirklicht werden.

Der vorliegende Masterplan folgt laut BWFG dem Grundgedanken eines in die Umgebung integrierten Stadtteils mit lebendigen Nachbarschaften und vielseitigen Angeboten für Wohnen, Arbeit, Bildung, Kultur, Freizeit, Sport und Erholung. Dort sollen verschiedene Wohnangebote für Menschen unterschiedlicher Einkommens-, Alters- oder Lebenssituationen entstehen. Dabei werde sowohl der „Hamburger Drittelmix“ eingehalten als auch ein Anteil für Baugemeinschaften von bis zu 20 Prozent umgesetzt. Das Ziel des Senats sei es, ein breites Angebot an bezahlbarem Wohnraum zu schaffen. Das „serielle Bauen“, der freifinanzierte 8-Euro-Wohnungsbau sowie die Vergabe von Grundstücken im Erbbaurecht sollen ermöglicht werden.

(Redaktion)


 


 

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